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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 96. Band, (Jahrgang 1880)

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Petsclienig.

sueti  et  laetentur.  Poteris  ut  uoluisti,  quia  omne  datum
Optimum  et  omne  donum  perfectum  caelitus  ctccepisti,  eruditus
  a  tanto  pontifice  totoque  laudis  genere  praedicando  beato
Diadoco,  cuius  ut  astra  lucentia  extant  quam  plurima  catholici
dogmatis  monumenta  dictorum.  Et  sat  est  tibi  ut  aequiperes
doctrinam  doctoris,  quia  satis  est  discipulo,  ut  sit  quomodo  magister
3  eins.  Alium  uideo  Timotheum  ab  incunabulis  infantiae  sacris
litteris  eruditum,  nec  non  inter  alios  sublimem  atque  expeditum
magisterii  gentium  Lucam,  arte  medicum,  apostoli  Pauli  disci-4
  pulum.  Ego  namque  iubentis  imperio  oboedientiae  ceruicem  submittens,
  quae  obuenerunt  in  partibus  Africanis  debaccantibus
Arrianis,  sensim  breuiterque  indicare  temptabo,  et  quasi  rusticanus
operarius  defatigatis  ulnis  aurum  colligam  de  antris  occidtis,  speciem
  uero  adhuc  sordentem  atque  confusam  non  cunctabor  artifici
iudicio  ignis  examinandam  contradere,  qui  monetarios  possit  solidos
  picturare.
Der  Gedankenzusammenhang  in  diesem  seltsamen  Vorworte ­
  ist,  soweit  erkennbar,  folgender:  ,Ehemals  beschäftigte
man  sich  aus  Erkenntnisdrang  damit,  den  glücklichen  oder
unglücklichen  Ereignissen,  die  sich  in  den  verschiedensten  Gegenden ­
  zugetragen,  nachzuspüren,  um  an  der  Darstellung  derselben ­
  die  Schärfe  des  Stiles  zu  erproben  und  die  duftenden
Blüthen  der  Gelehrsamkeit  jenen,  welchen  die  Blumensträusse  der
Geschichte  etwas  Unbekanntes  waren,  zum  Geschenke  darzubieten; ­
  man  bemühte  sich,  das  allgemein  bekannt  zu  machen,
was  sich  vielleicht  auf  beschränktem  Raume  ereignet  hatte.
Aber  jene  Schriftsteller  strebten,  vom  Dünkel  der  Weltliebe
erfüllt,  nur  nach  möglichst  weiter  Verbreitung  ihres  stolzen
Ruhmes.  Du  dagegen,  ini  ehrwürdigen  Bestreben  ein  Geschichtswerk ­
  zu  verfassen,  forschest  mit  gleichem  Eifer,  aber
verschiedener  Absicht:  jene  wollten  vor  der  Welt  gepriesen
werden,  du  willst  im  Jenseits  verherrlicht  werden.  Dein
Wunsch  wird  in  Erfüllung  gehen;  denn  du  hast  jegliche  vollkommene ­
  Gabe  vom  Himmel  erhalten,  da  dich  ein  so  grosser
und  rühmenswerther  Bischof  unterrichtete,  Diadocus,  dessen
Schriften,  an  Zahl  den  schimmernden  Sternen  gleich,  Zeugniss
geben  vom  katholischen  Glauben.  Dir  genügt  es,  an  Gelehrsamkeit ­
  dem  Lehrer  gleichzukommen;  denn  der  Schüler  muss
zufrieden  sein,  wenn  er  ist  wie  der  Meister.  Ich  sehe  (in  dir)
            
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