Die handschriftliche Ueberlieferung des Victor von Vita.
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Um so eher, wenn er, wie man mit Grund vermuthen kann,
ein Afrikaner war. 1
Die Thatsache, dass Victor nicht der Verfasser der Passio
ist, lässt sich für die Kritik jener Stelle verwerthen, an der
Victor das Martyrium der Sieben beiläufig erwähnt (II, 41).
Es muss nämlich in hohem Grade auffallen, dass die sieben
Namen in keiner unserer Handschriften, WL ausgenommen, vollständig
mitgetheilt worden, dass ferner die mitgetheilten in
einer anderen Anordnung erscheinen als in der Passio. Seruus
subdiaconus fehlt in BVCMciß, Septimus monachus in ß. Dies
erklärt sich am einfachsten dadurch, dass die Namen ursprünglich
ganz fehlten, später aber von jemandem aus der Passio
in unvollständiger Form hieher an den Rand geschrieben
wurden und sodann in den Text geriethen. Man wende nicht
ein, dass Victor auch sonst die Namen mitzutheilen pflege;
denn dies ist nicht immer der Fall, da er auch III, 28 die
Namen der zwei Brüder aus Aquae Regiae nicht nennt.
II. lieber die Echtheit des Prologes.
Der Prolog lautet nach meiner Recension:
Quondam ueteres ob Studium, sapientiae enucleare atque
sciscitari assidue minime desistebant, quae forte uel qualia prospere
uel secus prouinciis locis aut regionibus euenissent, de quibus uel
in quibus exacuerent stilum ingenii sui atque vedolentes magisterii
flores ignaris historiae calathorum ojferrent gratuito mutiere propinatos,
ddbantque operam ut nequaquam lateret in totum, quod
in parte forte fuerat gestum. Sed, illi fastu mundialis amoris
inflati gloriam elationis sitae lange lateque gestiebant laudabiliter
diffamari. At uero uenerabilitas studii tui historiam texere cupiens,
inquiris simili quidem feruore, dispari tarnen amore; et illi ut
laudarentur in saeculo, ipse ut praeclarus appareas in futuro
et dicas: in domino laudabitur anima mea; audiant man-1
Ich will nicht unerwähnt lassen, dass die legendenhafte Tradition, welche
sich an Hunirichs Verfolgung knüpft, neben Eugenius von Carthago und
Longinus Paraariensis gerade den Bischof Vindemialis von Capsa besonders
hervorhebt; vgl. die sagenhafte Erzählung Gregors von Tours bei
Migne LVIII, p. 770 sqq.