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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 91. Band, (Jahrgang 1878)

Zur  Geschichte  der  Gründung  des  Hauses  Thang.

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Tsch’ang-tschang-sinen.
jjH  iS  Tsch’ang-tschang-siuen  stammte  aus  Yö-yang
in  dem  Kreise  der  Mutterstadt  und  befasste  sich  einzig  mit
Einherjagen  und  Bogenschiessen.  In  Sui  war  er  ein  Aeltester
der  Strasse.  Wegen  der  Verdienste,  die  er  sich  bei  der  Ueberwindung
  von  Tschin  erworben,  wurde  er  in  das  Sammelhaus
±  ü  Schang-khai  gewählt  und  zugleich  zu  der  Stelle  eines
allgemeinen  Statthalters  der  Landschaft  U-yuen  versetzt.
Bei  dem  Eintritte  der  Wirren  schloss  er  sich  den  Türken
an.  Die  Türken  gaben  ihm  den  Namen  Kö-li-te-li.  Als  die
gerechten  Streitkräfte  sich  erhoben,  unterwarf  er  sich  mit  seiner
Landschaft.  Er  wurde  sofort  zum  Statthalter  von  U-yuen  und
Fürsten  der  Landschaft  Ngan-hoa  ernannt.  Er  erhielt  dann
das  gewechselte  Lehen  Fan-yang.
Um  diese  Zeit  baten  Liang-sse-tu 1  und  Sie-khiü  die  Türken
um  eine  Streitmacht.  Dieselbe  übersetzte  den  gelben  Fluss.
Tsch’ang-tschang-siuen  verfertigte  eine  falsche  höchste  Verkündung, ­
  in  welcher  ihm  geboten  wurde,  sich  mit  dem  Türken
Mö-kia-tschö-sche  zu  verbünden  und  jenen  Anschlag  zu  zernichten. ­
  Als  ein  Abgesandter  von  Thang  ebenfalls  ankam,
rückte  die  Streitmacht  der  Türken  nicht  aus.
Im  ersten  Jahre  des  Zeitraumes  Wu-te  (618  n.  Chr.)
befahl  eine  höchste  Verkündung,  dass  r^i  öfc  HP  Kao  -  schitsing,
  Heerführer  der  raschen  Beiter  der  kriegerischen  Erspähung
  zur  Rechten,  sich  bei  Schi-pi,  Kho-han  der  Türken,
erkundige.  Als  dieser  Abgesandte  in  Fung-tscheu  anlangte,
war  Schi-pi  gestorben.  Eine  höchste  Verkündung  befahl,  dass
man  das  Gold  und  die  Seidenstoffe  zurückbehalte  und  nicht
absende.  Die  Türken  wurden  zornig  und  entsandten  eine  Streitmacht, ­
  welche  im  Süden  den  gelben  Fluss  erreichte.  Tsch’angtschang-siuen
  schickte  Kao-schi-tsing  aus  den  Versperrungen,
indem  er  ihn  die  Anrückenden  bewillkommnen  und  einstweilen
eigenmächtig  die  Geschenke  für  die  Trauer  darreichen  hiess.
Die  Türken  zogen  sich  zurück  und  unterliessen  den  Angriff.

1  Liang-sse-tu  hatte  Sö-fang  besetzt  und  sich  den  grossen  Reichsgehilfen
genannt.
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