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Chores ist nicht ohne Gefahr, da der Fussboden desselben, so
wie der der Gallerie nur aus einer dünnen Lage schlechter Bretter
besteht, wo man mit jedem Schritte durchzubrechen riskirt. Die
Eingänge der Kirche sind mit Fragmenten aller Art gepflastert.
Vor einem Vorsaale steht das Baptisterium , unter einer Kuppel
von S Säulen getragen. Das Becken selbst ist ein Monolith von
weissem Marmor, 4S Schuh im Umfange. Der Minaret dieser Moschee
ruht auf dem Fussgestelle des alten Campanile, an dem auch
Fragmente eingemauert sind.
Die ehemalige Kirche Santa Sophia hat eine prachtvolle
Mosaik-Kuppel mit der Darstellung der 12 Apostel (?) zwischen
Palmen auf Goldgrund, und des Heilands mit zwei Engeln.
Die Türken haben Bäume über die Figuren gemalt und die Gesichter
zerstört. Die Kanzel ist ein Stück Verde antico 4Va Fuss
hoch. Auch die Wölbung des Presbyteriums hat herrliche Mosaik,
von welcher nur eine grosse Rose unbeschädigt blieb.
Die alte Kathedrale ist 48 Schritte lang, und ruht auf 12
Säulen von weissem Marmor.
Eine der schönsten Kirchen muss die Ortaz-Moschee gewesen
sein, eine Rotunde mit einer halbrunden Vorlage des Presbyteriums
und sieben nischenartigen Bögen ringsum. Die Füllung
dieser Bögen und die Kuppel war durchaus Mosaik; aus der Kuppel
ist sie aber 1845 ganz herabgefallen, nur der untere breite
Gürtel von Goldgrund ist zwar erhalten aber übertüncht; kaum
erkennt man, dass er eine Reihe von Figuren enthielt. Die Mosaik
der Bögen indess ist erhalten und gehört zu den schönsten
ihrer Art, reizend schöne Arabesken von Blumen und Vögeln
enthaltend, welche die Türken unangetastet Hessen. Im Hofe
steht das Baptisterium und eine 6' hohe Kanzel aus weissem Marmor
mit geschmacklosen Sculpturen. Die Eingangshallen ruhen
auf sechs Säulen. Hinter der Moschee ist das Grab des Ortaz Efendi,
von dem sie ihren Namen hat.
Sehr interessant ist die kleine alte Kirche der Apostel, nächst
dem Vardar-Thore. Sie ist aus Backsteinen erbaut, von Aussen
ohne Anwurf, aber die Ziegel bilden die mannigfachsten Zeichnungen
durch ihre verschiedenen Lagen. Sie ist in Kreuzform erbaut,
das Presbyterium bildet von Aussen ein Sechseck, über den
Enden der Abseiten erheben sich 4 kleine Kuppeln. Das Innere