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und verzierte Platten eingefügt sind, welche ehemals irgendwo
als Deckenstücke gedient haben mögen.
Merkwürdig nun vor allen sind die Säulen durch ihre Capitäler,
welche, keiner bestimmten Ordnung gehörend, phantastischen
Schmuk von Laubwerk, aber auch die seltener vorkommenden Figuren
von Adlern zeigen. Die gegenüber stehenden Säulen sind immer
gleich, aber jedes Paar hat andere Verzierung.— Das Presbyterium,
im halben Cirkel endend, enthält vier Säulen; die Wand ist
aber durchaus von den Türken übertüncht, und mit Bäumen bemahlt
worden.
Die beiden Abseiten (Nebenschiffe) sind durch Reihen von
zwölf kleineren Marmorsäulen abgetheilt, so dass zwei Gallerien
entstehen, deren untere die äussere Hälfte der Abseite selbst einnimmt,
die obere aber in die Kirche sieht, und selbst wieder eilf
Säulen enthält. In gleicher Linie mit dem Presbyterium enden die
Abseiten in zwei Capellen, und ein paar Stufen erhöht, an deren
Eingang zwei herrliche Säulen von rothem Granit stehen, hinter
welchen noch zwei andere. Im Ganzen zählt dieser schöne Bau
nicht weniger als vier und siebzig Säulen.
Das Schiff bietet die prachtvollste Abwechslung von Marmor-Mosaik,
ist aber durchaus rosenfarb getüncht, bis auf die Bögen ober
den Säulen. Der Bogen selbst wird durch einen rothen Mäander
eingefasst, unter welchem weisse, graue oder grüne Marmorstücke
nach Art des Bogenbaues eingefügt sind. Darüber eine grosse
Platte, unterhalb nach der Curve des Mäanders ausgeschnitten. In
den Ecken sind Ringe eingesetzt, jeder auf andere Art mit farbigem
Marmor ausgelegt. In der Höhe läuft eine schmale Leiste, deren
Marmorstücke ein Sparrenwerk imitiren, mit schwarzen Köpfen.
Auch die obere Colonnade ist mit Marmor eingelegt, aber einfacher;
unter dem Dache endlich laufen Doppelfenster herum. Der Dachstuhl
ist offen; das Dach war einst mit Blei gedeckt.
Die Ballustrade des Chores enthält die grösste Marmorplatte,
von 6' Länge. Prokesch behauptet, dass die Schäfte aller Säulen
antik seien.— Seine Behauptung, dass diese prachtvolle Kirche
„tief eingeprägt den Stämpel neugriechischer Barberei trage”, könnte
sich nur auf den Umstand beziehen, dass sehr viele Marmorplatten
des Chores antike Monumente waren, welche abgeschliffen, zersägt
und hier verwendet worden sind. Die Untersuchung des