Hebet- v vor den Oasusendungeu im Slawischen.
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minativ verlängerten Formen bewirkt zu sein, da sonst die Endungen
nach ß sich von der vocalischen «-Declination nicht unterscheiden,
wie ja consonantische und vocalische Declination im Slawischen überhaupt
durch Überhandnehmen der letzteren wenig verschieden sind.
In ßH erscheint die einzige consonantische Endung nach ß, ausserdem
erscheinen die gewöhnlichen Suffixa der «-Declination, was man
sich aus dem Überhandnehmen derselben erklären kann oder daraus,
dass von oet* (urspr. ava) va in die Flexion eingesetzt wurde, wo
dann bh als Ausnahme erscheint. Die letztere Annahme gilt mir als
die wahrscheinlichere. Vielleicht wirkte im Dativ auch der Umstand
ein, dass mit der Endung osoy der Dativ des Substantivs mit dem
Dativ des von demselben abgeleiteten Besitzadjectivs zusammengefallen
wäre.
Bei den «-Stämmen ist nur b (ß'K) angetreten, das 0 von ob
gehört dem Stamme (vgl. Formen wie npoTHBTv von npoTH u. s. w.);
in fi/üT6ßH. OTpcuATEBH dagegen ist nach halbconsonantisch
(auf Th) auslautenden Stämmen -ob- statt des blossen B gewählt
und die Verbindung -kcb nach der Begel in -eb verwandelt worden.
Die Declination mit e ist offenbar wie die deutsche schwache
Declination (in der überwiegenden Mehrzahl von Fällen) späteren Ursprunges,
dies folgt aus ihrem Wesen und ist historisch nachweisbar,
da sie nur dem Slawischen eigenthümlieh ist und auch hier in
der jüngeren Sprache zunimmt. Doch davon später. Es lässt sich
dies aber auch an den Formen selbst wahrnehmen. Wäre sie eingetreten
zur Zeit, als noch die Nominative (von der muthmasslichen
älteren Form der Wurzelsylbe sehen wir hier ab) bogas, synus, patis
existirten, so müssten z. B. die Dative dieser Wörter beissen:
bogavi, synuvi, pativi; sie trat aber offenbar ein als « zu o geworden:
KOroBH , als die Endung -ns schon untergegangen war und
synus als c^hiHTv wie Kork flectirt wurde, also £ r hiH0BH = K0r0BH
und als patis bereits nXTh geworden war. Namentlich durch die erschlossenen
Formen wird die Parallele recht anschaulich, in welcher
unsere Spracherscheinung mit der deutschen schwachen Declinationsweise
steht. Ein solches nach auslautendem Stamm-o (a) mit einem
gunirten Stamm-« zusammenfallendes Flexions-Element von so häufiger
Anwendung musste, falls es, was nicht unwahrscheinlich, zunächst
und zuerst in der «-Declination, der häufigsten, Platz griff,
das Seinige dazu beitragen, um die «-Stämme obsolet zu machen.