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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 88. Band, (Jahrgang 1877)

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Müller.

zurück.  Der  Bedeutungsübergang  ist  gerade  so  wie  im  griech.
agfü)  im  Verhältniss  zu  ap.91  zu  erklären.  Mit  l.p//."  hängt
zusammen  lipl/P  (IcrJcin)  ,doppelt',  davon  f/pffh/. L  (krknel)  verdoppeln', ­
  das  wohl  nichts  anderes  als  eine  Wiederholung
desselben,  also  erk-erk-in  darstellt.
10.  A  ji  A  um  ‘h.
(tsitsarn)  ,Schwalbe',  Genit.  A/..S„  «//#,  Stamm  =  tsitsar-an
  =  griech.  yeAiäwv,  latein.  hirundo  ist  insofern  merkwürdig, ­
  als  es  den  Laut  -V  gegenüber  griech.  y  (=  altindogerm.  gh)
bietet,  an  dessen  Stelle  man  i  oder  erwarten  sollte.  Es
steht  aber  nicht  isolirt  da;  der  gleiche  Vorgang  ist  in  h-fouihfr
(tsirani)  ,Purpur'  zu  beobachten,  das  sicher  mit  altbaktr.  zaranya,
altind.  hiranya  (—  gharanya)  ,Gold‘  zusammenhängt  und  in
^""iHi  (tsapik)  ,Blume',  vgl.  griech.  y’Asr,.
11.  IfiuiT
Curtius  (Griech.  Etym.  173  unter  vergleicht  griech.
•vetpupa,  ,das  offenbar  die  Grundbedeutung  Damm  hat'  mit  altsächsischem ­
  cavib  ,Kamm‘,  woraus  für  das  griechische  Wort
die  Urform  gambhura  resultirt.  Diese  Urform  liegt  auch  dem
armenischen  Worte  l/mJ'"<p?  (kamurs)  zu  Grunde.  Aus  gambhura
wurde  durch  Verschiebung  des  y-  zu  //  und  Assimilation  des
bli  (armen.  /•-)  an  m:  kammura,  aus  dem  durch  Antritt  eines
Suffixes  -iska-  (?)  die  Form  kamur-s  entstand.
12.  ft  tu-,
‘h/rpu.i  (nera-)  in  mehreren  Verben  wie  'hkpiubl.^  (ner-atsel)  ,einführen', ­
  'hl.p.ul/pp  i. L  (nera-krtliel)  ,einüben',  ‘hLp.^.pirL^  (ner-gortsel)
,einwirken',  u.  s.  w.  gehört  lautlich  zu  griech.  svep-Qe,  vep-Os,
evepot,  begrifflich  zu  altind.  aniar  und  seinen  Verwandten  (vgl.
Curtius,  Griech.  Etym.  309  unter  IvQ.  Von  Mf  stammen  'hl.p.p"j
(nerqoj),  adv.  ,unter'  und  'h/.p^ft  (nerqin),  adj.  ,drinnen  befindlich', ­
  das  ebenso  gebildet  ist  wie  •up..„...p[.'h  (arta-qin)  ,äusserlich'.
  'hkp.p"j  stellt  sich  also  vollkommen  zu  griech.  evsp-Os,  Ivepot
und  altind.  naraka-.  Von  'i-kp^p,  stammt  durch  Antritt  des
Suffixes  -ya  die  Form  'hLp^pf,  (nerqini)  ,Eunuch',  welche
ursprünglich  ,einen  im  Innern  des  Hauses  verwendeten  Diener'
bezeichnet.  An  eine  Zusammensetzung  des  Wortes  aus  ner

;SJT  -r  /V  •  1  .

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