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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 70. Band, (Jahrgang 1872)

Erfindung  und  Gebrauch  der  chinesischen  Schriftgattungen.

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Der  sechste  heisst:  die  Schrift  der  geschlossenen  Abtheilungen.
Der  siebente  heisst:  die  Stockschrift  *.  Der  achte  heisst:  die
Inschrift  (die  Schrift  der  Zugesellten) 2 .

Zu  den  Zeiten  der  Han  gab  es  sechs  Schriftgattungen.
Die  erste  hiess:  die  alte  Schrift.  Es  ist  die  Schrift  an  der
Wand  Khung-tse’s.  Die  zweite  hiess:  die  wunderbaren  Schriftzeichen. ­
  Es  ist  die  alte  Schrift,  aber  eine  auffallende.  Die
dritte  hiess:  die  Tschuenschrift.  Es  ist  das  grosse  und  kleine
Tschuen.  Die  vierte  hiess:  die  Schrift  der  Gehilfen.  Es  ist
die  Lischrift  von  Thsin.  Die  fünfte  hiess:  die  verwickelte
Schrift.  Man  zeichnet  sie  auf  Siegel.  Die  sechste  hiess:  die
Schrift  der  Vögel  und  Insecten.  Man  schrieb  mit  ihr  die  Beglaubigungen ­
  der  Flaggen  3 .
Das  Li  der  Insecten  wird  von  dem  kleinen  Lernen  angestrebt. ­
  Das  Li  der  Pflanzen  wird  von  den  Menschen,  den
vorzüglichen  Männern  geschätzt.  Dass  in  den  nahen  Zeitaltern
die  Weisheitsfreunde  mit  Absicht  es  oft  liebten,  es  ist  vielleicht,
weil  es  um  die  Zeit  etwas  Sehenswerthes  hatte 4 .
An  der  Grenze  des  anfänglichen  Lernens  soll  man  Sehnen
und  Knochen  voransetzen.  Wenn  Sehnen  und  Knochen  nicht
gestellt  sind,  wo  wird  das  Fleisch  angefügt?  Bei  der  Weise
des  Gebrauches  des  Pinsels  muss  man  vorzüglich  die  Stielspitze ­
  verbergen.  Wenn  die  Stielspitze  nicht  verborgen  wird,
so  ist  Krankheit.  Geht  die  Krankheit  einstweilen  noch  nicht
fort,  welche  Fähigkeit  sollte  es  da  geben?  Die  Zeichen  will
man  nicht  weit  auseinander  stehend,  man  will  sie  auch  nicht  eng
beisammen.  Man  will  sie  nicht  gross,  man  will  sie  auch  nicht
klein.  Sind  die  kleinen  ausgedehnt,  so  macht  sie  dieses  gross.
Sind  die  grossen  zusammengeschrumpft,  so  macht  sie  dieses
klein.  Sind  die  weit  auseinander  stehenden  fett,  so  macht  sie
dieses  eng  beisammen  stehend.  Sind  die  eng  beisammen  stehenden ­
  mager,  so  macht  sie  dieses  weit  auseinander  stehend.

*  ^  Sehü-schü.
2  Die  Erörterungen  Kiang-sch'fs  über  die  Schrift  und  die  Schriften  auf
Denkmälern.
3  Die  Erörterungen  Kiang-Bchl’s.
4  Li-sse’s  spätere  Classen  der  wahren  Schrift.
            
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