Erfindung und Gebrauch der chinesischen Schriftgattungen.
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Die Schrift Siao-tse-yün’s 1 ist gleich dem Anblick der
Berge und Wälder im Beginne des Frühlings. Die Blumen
sprossen allüberall hervor.
Die Schrift W Tsao-hi’s ist gleich den Erörterungen
der Bücher über die Menschen des Weges. Wo nichts Ausnehmendes
ist, reden sie nicht.
Die Schrift ^5 Thsui-tse-yö’s ist gleich einem
steilen Berggipfel, der die Sonne abschliesst. Ein Zweig der
verwaisten Fichte ist gesonnen, die Aussicht zu durchbrechen.
Die Schrift w 'a m Sse-I-kuan’s ist gleich einem
Adler. Seine Flügel sind noch nicht ausgeruht, und er verschwindet
im Fluge.
Die Schrift Wei-tan’s 2 ist gleich der Ansehnlichkeit des
Drachen, dem Emporschnellen des Tigers, dem Herausreissen
des Schwertes, dem Spannen der Armbrust.
In der Schrift ^ Tsai-yung’s ist die Luft der
Knochen, der Wind fern. Sich aufhellend, besitzt sie Geist.
In der Schrift des Vorstehers der Scharen, des Mannes
von dem Geschlechte ||| Tschung, sind zwölf Arten von
Schriftzeichen. Nebst den Gedanken ist sie ausnehmend wundervoll.
Sie hat wenig Gediegenes, viel Erstaunliches.
Die Schrift Tschün’s von Han-tan entspricht dem
Cirkel, tritt in das Winkelmass. Das Viereckige und Runde
ist mit Kraft vollendet.
Die Schrift & iä m Tschang-pe-ying’s ist gleich dem
Kaiser Wu von Han. Derselbe liebte den Weg, stützte sich
auf das Leere und wollte ein Unsterblicher werden.
Die Schrift Sö-tsing’s 3 ist gleich einem Wirbelwind, der
plötzlich sich erhebt, gleich einem Raubvogel, der herniederfliegt.
Die Schrift J|| Hoang-siang’s ist gleich den Tönen
des Gesangs, die sich um die Dachbalken winden, gleich den
Menschen der Cither, die verwerfen und wegschütten.
Die Schrift Wei-tschang’s 4 ist gleich einer blumenaufsteckenden
Schönen, die tanzt und singt vor dem Spiegelgestell.
1 Siao-tse-yün ist oben (S. 16) erwähnt worden.
2 Wei-tan ist oben (S. 27) vorgekommen.
3 Sö-tsing ist oben (S. 13) vorgekommen.
4 Wei-tschang ist oben (S. 12) vorgekommen.
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