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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 1. Band, (Jahrgang 1848)

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Russegger.  Über  geologische
Bittersalz  und  kohlensaurem  Kalke  wurde  in  einer  zugesclimolzenen
Glasröhre,  die  Herr  v.  Morlot  wieder  in  einen  Flintenlauf  einschloss, ­
  einer  Temperatur  von  200°  ausgesetzt.  Die  Zerlegung  war
vollständig,  zu  Gyps  oder  Anhydrit,  und  zu  Dolomit,  der  wie  der
natürliche,  nur  schwach  mit  Säure  brauste.
Wenn  nun  aber  dieser  Inhalt  des  Sendschreibens  sich  um  die
Ansichten  bewegt,  zu  denen  ich  selbst  in  dem  Verfolge  meiner
Untersuchungen  gelangt  bin,  und  wenn  ich  mich  insbesondere
gegen  den  Verfasser  desselben  verpflichtet  fühlen  muss,  der  den
ganzen  Vorgang  in  seiner  Wichtigkeit  für  die  Theorie  der  Gebirgsbildung ­
  mit  Feuer  erfasst  und  glänzend  durchgeführt  hat,  so  würde
es  doch  sehr  unrecht  von  mir  sein,  wenn  ich  nicht  die  Gelegenheit
benützte,  um  anzuerkennen,  dass  man  die  Führung  des  letzten
Beweises  seiner  aufmerksamen  und  beharrlichen  Arbeit  verdankt,
so  wie  dass  er  auch  in  der  Natur  mit  den  theoretisch  gewonnenen
Wahrheiten  die  Erscheinungen  aufmerksam  verglich.  Nicht  ein
einfaches  Wiederholen  ist  es  also,  sondern  das  Resultat  eigener
Arbeit,  welches  ihn  in  den  Stand  setzen  konnte,  den  schönen  Abriss
dieses  interessanten  Capitels  der  Gesteinbildung  in  dem  Sendschreiben ­
  zu  geben.  Aber  die  neuen  Studien  der  Gebirge  haben
nicht  allein  für  die  organischen  Reste  die  Nothwendigkeit  herbeigeführt, ­
  was  man  im  Felde,  am  Orte  des  Vorkommens  gesammelt,  in
dem  Arbeitszimmer  wieder  zu  erforschen,  um  dann  mit  den  gewonnenen ­
  Erfolgen  neuerdings  die  Natur  zu  vergleichen.  Ich  darf  hier
Herrn  v.  Morlot  noch  bedeutende  Erfolge  in  seinen  Forschungen
in  unsern  Alpen  versprechen,  denn  je  mehr  man  sucht,  desto  mehr
darf  man  versichert  sein,  von  der  grossen  unveränderlichen  Natur
Aufschlüsse  zu  erhalten.

Aus  einem  Schreiben  des  k.  k.  Gubernialrathes  Russegger,
unseres  verehrten  correspondirenden  Collegen  in  Wieliezka,  an
Se.  k.  k.  Hoheit  den  durchlauchtigsten  Herrn  Curator  der  Akademie, ­
  der  es  zu  diesem  Zwecke  mitgetheilt  hatte,  gab  Herr  Bergrath ­
  Hai  ding  er  die  Nachricht  über  einige  Arbeiten,  die  für  geologische ­
  Zwecke  in  Wieliezka  begonnen  wurden.  Es  werden  nämlich
von  der  Tagschichte  nieder  in  Horizonten  von  zehn  Klaftern  zu  zehn
            
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