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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 8. Band, (Jahrgang 1852)

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Dr,  Schimper.

und  ihre  Lebensart  stellen  sie  sich  fast  als  entmenschlicht  dar;  sie
sind  grösstentlieils  Nomaden  und  bewohnen  vorzüglich  den  kleinen
Landestheil,  der  im  engeren  Sinne  Samliar  heisst,  und  ziehen  sich
auch  östlich  hin  zu  den  :
4)  Teltal,  die  wiederum  eine  andere,  doch  etwas  verwandte
Sprache  reden  sollen,  und  im  Ruf  einer  ebenfalls  ausgezeichneten
Verwilderung  stehen;-—  sie  tragen  in  sich  eine  leichte  Mischung
mit  den  Galla-Nachbarn,  den  Abyssiniern  und  den  Scholiö.  Bei  Einzelnen ­
  sieht  man  eine  Mischung  mit  Griechen,  welch’Letztere  vor
einigen  hundert  Jahren  in  Agame  eingewandert  waren  und  in  Mischung ­
  mit  den  Abyssiniern  des  Hochlandes,  den  Teltal  und  Schollt»,
untergegangen  sind.  Hieraus  war  der  berühmte  Sabagadis  hervorgegangen, ­
  welcher  während  einiger  Zeit  Regent  von  Tigre  war  und
von  Ubye  besiegt  worden  ist.  —  Die  Teltal  wohnen  südöstlich  von
Massanah  und  sollen  sehr  verbreitet  sein.  Religion:  theils  Christen,
theils  Mohammedaner,  in  der  Hauptmasse  aber  Heiden.
o)  Galla’s  mit  leichter  Teltal-Mischung  wohnen  am  Abhänge
des  Hochplateau’s,  südöstlich  von  den  Teltal  und  sind  im  Zusammenhang ­
  mit  den  unzähligen  Gallastämmen  des  afrikanischen  Hochlandes;
Religion:  Heiden  und  zum  Theil  Mohammedaner.
C)  Danakil.  Diese  bewohnen  südöstlich  von  Massanah  bis
gegen  ßerhera  hin  den  äusserstenRand  der  Küste  und  sind  grösstentheils
  Fischer  und  Schiffer.  Sie  sind  augenscheinlich  stark  mit
Yemen-Arabern  vermischt.  Näheres  weiss  ich  mit  Sicherheit  nicht
anzugeben.  Religion:  Mohammedaner.
7)  Race  von  Harkiko,  ausgezeichnet  durch  ihre  Mischung  zwischen ­
  Bosniern  und  Habab,  Abyssiniern,  Schollt»  und  Negern;  sie
spricht  einen  eigenthümlichen  Dialekt,  welcher  die  Geessprache  zur
Grundlage  hat  und  von  den  Habab  und  jenen  unter  Nr.  1  genannten  ausgearteten ­
  Abyssiniern  sehr  gut  verstanden  wird.  Religion:  Mohammedaner. ­

Mit  alleiniger  Ausnahme  der  wenigen  Galla’s  sind  alle  diese
Stämme  abyssinischen  Ursprungs.
In  dem  Lande  der  Teltal,  ungefähr  3  Tagereisen  S.  S.  0.  von
Massanah  zwischen  dem  rotlien  Meere  und  demHochplateau  wird  durch
permanent  vulcanische  Vorgänge  ein  festes  Kochsalz  erzeugt,  welches
von  den  Abyssiniern  des  Hochlandes  bezogen,  als  Münze  gebraucht
und  weit  hin  ins  Innere  von  Afrika  verführt  wird.  Eben  daselbst
            
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