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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 50. Band, (Jahrgang 1865)

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Siegel

schaft  Kaia  und  Niederfladnitz,  in  der  Registratur  des  fürstlich
Schwarzenberg’schen  Gutes  Neuwaldegg  und  in  den  Archiven  der
niederösterreichischen  Herrschaften  seiner  Durchlaucht  des  souveränen
Fürsten  von  und  zu  Liechtenstein.  Die  Anzeigen  hiervon,  erstattet
an  den  niederösterreichischen  Landesausschuss,  sind  uns  durch
letzteren  zugemittelt  worden  und  wir  müssen  hervorheben,  wie  willkommen ­
  seihst  Mittheilungen  dieser  Art  sind,  wodurch  etwaige
unnöthige  Schritte  in  Zukunft  von  vorne  herein  ausgeschlossen
werden.
Die  zur  Abschrift  eingesendeten  Panthaidingbücher  und  Urbare
sind,  letztere  soweit  sie  auf  das  Unternehmen  bezügliche  Bestandtheile
  enthielten,  sämmtlich  bereits  copiert,  und  zwar  nach  bestimmten
orthographischen  Regeln,  welche  von  dem  Commissions-Mitgliede
Pfeiffer  aufgestellt  wurden.  Bei  der  Nothwendigkeit,  bisweilen  ein
Wort  mit  der  Handschrift  und  ihren  oft  räthselhaften  Zügen  nochmals
vergleichen  zu  müssen,  haben  wir  bis  jetzt  mit  der  Rückstellung  der
Manuscripte  gezögert.  Ein  eigener  Schrank  in  der  Kanzlei  der
kaiserlichen  Akademie  umschliesst  das  anvertraute  Gut.
Durch  Übermittlung  selbstgefertigter  Abschriften  haben  sich
einen  Anspruch  auf  besonderen  Dank  erworben  die  Stifter  Altenburg,
St.  Florian,  Kremsmünster,  Lambach,  Seitenstetten  und  die  Salzburger ­
  Gesellschaft  für  Landeskunde.  Ausserdem  wurde  der  Commission
zu  Eigenthum  überlassen  der  Grimm'sche  Nachlass,  soweit  er  sich
auf  Österreich  bezog.  Wir  verdanken  dieses  Geschenk  der  Initiative
des  mit  der  Vollendung  der  Grimm’schen  Sammlung  betrauten  Herrn
Dr.  Schröder  in  Bonn,  dessen  Antrag  seitens  der  Erben  des  Verstorbenen ­
  und  der  historischen  Commission  bei  der  königlichen  Akademie
der  Wissenschaften  zu  München  bereitwillige  Genehmigung  fand.
Der  Nachlass  enthält  Abschriften  niederösterreichischer  Thaidinge,  von
welchen  eine  beträchtliche  Zahl  der  Sammlung  des  k.  k.  Finanzministerial-Archives
  entnommen  ist.  Leider  war  letztere  zur  Zeit  der
Schenkung  bereits  im  Aufträge  der  Commission  copiert  worden,  so
dass  wir  nun  eine  Reihe  von  Doubletten  besitzen.
Ausser  dem  früheren  Hofkammer-,  jetzigen  Finanzministerial-Archive
  wurde  von  der  Commission  das  niederösterreichische  Landesarchiv ­
  untersucht,  jedoch  ohne  Erfolg.  Dagegen  lieferte  ein
erfreuliches  Ergebniss  das  gräflich  Wurmbrand’sche  Archiv  zu
Steiersberg,  welches  im  Aufträge  der  Commission  ausgebeutet  wurde
            
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