Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 1. Band, (Jahrgang 1848)

der  Gesammt-Akademie.

633

könne,  tliut  vor  Allem  Noth,  dass  sie  die  Wissenschaft  auch  wirklich
vollständig  repräsentire.  Dies  ist  jedoch  nicht  der  Fall,  so  lange
die  Philosophie,  die  politischen  Wissenschaften  und  die  theoretische
Medicin  von  derselben  ausgeschlossen  sind.  Ich  stelle  daher  folgenden ­
  Antrag:
„Seiner  Majestät  die  Bitte  zu  unterbreiten,  dass  sich  die  kaiserliche ­
  Akademie  durch  mindestens  zwölf  wirkliche  Mitglieder
verstärken  könne,  und  zwar  sechs  für  die  mathematisch-naturwissenschaftliche, ­
  und  sechs  für  die  historisch-philologische  Classe.  Die
Benennungen  der  Classen  wären  dann  in  physikalisch-mathematische, ­
  und  philosopliisch-historische  umzuändern  und
die  Mitglieder  so  zu  wählen,  dass  durch  dieselben  die  Philosophie
im  wirklichen  Sinne  des  Wortes,  die  politischen  Wissenschaften  und
die  theoretische  Medicin  ihre  würdigen  Vertreter  fänden.”
„Ich  hoffe,  die  kaiserliche  Akademie  wird  meine  Ansicht,  dass
die  in  dem  vorliegenden  Anträge  berührten  Punkte  wirkliche  Lebensfragen ­
  derselben  betreffen  ,  theilen  und  sie  daher  einer  gründlichen
Discussion  unterwerfen,  bei  welcher  sich  vielleicht  heraussteilen
dürfte,  dass  ich  in  meinen  Reformvorschlägen  noch  nicht  weit  genug
gegangen  bin.”
Die  Akademie  stimmte  diesem  Anträge  bei;  statt  des  Ausdruckes
„politische  Wissenschaften"  wurde  die  Benennung  „Staats-Wissenschaften" ­
  angenommen,  die  bisherige  Benennung  der  mathematischnaturwissenschaftlichen
  Classe  aber  beibehalten,  für  die  andere  aber
die  Bezeichnung  „philosophisch-historische  Classe”  gewählt.
Auf  Grundlage  dieses  Beschlusses  richtete  das  Präsidium  der
Akademie  an  Seine  k.  k.  Hoheit  den  durchlauchtigsten  Herrn  Curator
das  Ansuchen  um  Erwirkung  der  allerhöchsten  Genehmigung  der  in
Antrag  gebrachten  Erweiterung  der  Akademie,  welche  Genehmigung
Seine  k.  k.  Majestät  mit  allerhöchstem  Cabinetsschreiben  vom  3.  Juni
1.  J.  zu  ertheilen  geruhten.  Da  der  durchlauchtigste  Herr  Curator
mit  hohem  Erlasse  vom  17.  Mai  Seine  beifällige  Zustimmung  zu  dem
erwähnten  Anträge  ausgesprochen  und  die  Bevorwortung  derselben
bei  Seiner  Majestät  zugesichert  hatte,  fand  sich  die  Akademie  veranlasst, ­
  in  der  zur  Vornahme  von  Wahlen  bestimmten  Gesammtsitzung
  vom  24.  Mai  auch  schon  die  Besetzung  dieser  neuen  Plätze
wirklicher  Mitglieder  zu  berücksichtigen.
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.