Metadata : Carte De Moscovie
Map
- Title:
- Carte De Moscovie
- Publisher:
- chez l'Autheur
- Creation date:
- 1706
- Language:
- French
- Reproduction type:
- Kupferstich
- Dimensions:
- 96 x 63 cm, Blätter 53 x 75,5 cm
- Extent:
- 1 Karte auf 2 Blätter
- Shelfmark:
- K-V(BL): EU/Rus 240
- Persistent identifier:
- AC13365544
- Language:
- French
- Reproduction type:
- Kupferstich
- Dimensions:
- 96 x 63 cm, Blätter 53 x 75,5 cm
- Extent:
- 1 Karte auf 2 Blätter
- Shelfmark:
- K-V(BL): EU/Rus 240
- Persistent identifier:
- AC13365544
- Short title:
- DELISLE Russland 1706
- Keyword:
- Kartentyp; Regionalkarte
- Scale:
- Circa 1:2 500 000
- Description:
- Details zu illustrierendem Inhalt: Titelkartusche rechts oben
- Details zu kartographischem Inhalt: Geländedarstellung in Maulwurfshügelmanier
- Details zu Maßstabsangaben: Maßstab in graphischer Form, "Verstes ou Milles de Mosvovie", "Lieues communes de Pologne", "Lieues communes d'Ukraine"
- Gitterlinien: Längen- und Breitenangaben in 1°-Schritten
- Nullmeridian: Ferro ?
- Widmung: A Son Excellence Monsigneur André Artémonidès De Matueof [...] Par son tres humble et très obeisst Serviteur De l'Isle
- Druckprivileg: "avec Privilege"
- Sonstige Details: Exemplar ÖAW-Sammlung Woldan grenzkoloriert
- On the content:
-
Die Carte De Moscovie (Maßstab ca. 1:2,500.000) wurde von dem französischen Kartographen Guillaume Delisle (1675-1726) im Jahre 1706 in Paris herausgegeben (Drucker: Henri Liebaux). Gewidmet wurde die Karte André Artémonidès De Matueof. Guillaume Delisle zählte zu den weltweit bedeutendsten Kartographen seiner Zeit. Er war Mitglied der Pariser Akademie der Wissenschaften und Lehrer des späteren Königs Ludwig XV.
Die Karte reicht von der Halbinsel Kola im Norden bis zum Asowsche Meer im Süden und von der östlichen Ukraine im Westen bis zur Wolga im Osten und entstand zu einer Zeit, als Zar Peter der Großen (1672-1725) die Kartographie in Russland zu fördern begann. Die Längen- und Breitenangaben sind sowohl am Kartenrand durch Zahlen als auch innerhalb der Karte durch Gitterlinien in 1°-Schritten wiedergegeben. Den Maßstab in graphischer Form integrierte Delisle im linken unteren Eck der Karte in Verstes ou Milles de Mosvovie, Lieues communes de Pologne und Lieues communes dUkraine.
Die Geländedarstellung erfolgt in Maulwurfshügelmanier, wodurch keine Unterscheidung zwischen höherem und tieferem Gelände möglich ist. In Form von Doppellinien erscheinen in der Karte auch die wichtigsten Straßen. Im Weißen Meer integrierte Delisle Kreuze, die Felsen symbolisieren. Im Bereich Astrachan sind Zelte visualisiert, die wohl auf die dort seit dem frühen 17. Jahrhundert siedelnden Kalmücken hinweisen sollen. Aber auch die Astrachan-Tartaren wurden nordwestlich des Kaspischen Meeres genannt.
Petra Svatek
- reference works:
-
Lutz HÄFNER, Europa ohne Grenzen? Zu Wandel und Funktion der russlandbezogenen Kartographie vom Moskauer Reich bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts, in: Jörn HAPPEL, Christophe VON WERDT (Hrsg.), Osteuropa kartiert - Mapping Eastern Europe, Wien 2010, 87-112.
Andreas KAPPELER, Rußland als Vielvölkerreich: Entstehung - Geschichte Zerfall, München 2008.
Lucie LAGARDE, Delisle Guillaume, in: Ingrid KRETSCHMER, Johannes DÖRFLINGER, Franz WAWRIK, Lexikon zur Geschichte der Kartographie. Von den Anfängen bis zum Ersten Weltkrieg, Band 1, Wien 1986, 158-160.
- Short title:
- DELISLE Russland 1706
- Keyword:
- Kartentyp; Regionalkarte
- Scale:
- Circa 1:2 500 000
- Description:
- Details zu illustrierendem Inhalt: Titelkartusche rechts oben
- Details zu kartographischem Inhalt: Geländedarstellung in Maulwurfshügelmanier
- Details zu Maßstabsangaben: Maßstab in graphischer Form, "Verstes ou Milles de Mosvovie", "Lieues communes de Pologne", "Lieues communes d'Ukraine"
- Gitterlinien: Längen- und Breitenangaben in 1°-Schritten
- Nullmeridian: Ferro ?
- Widmung: A Son Excellence Monsigneur André Artémonidès De Matueof [...] Par son tres humble et très obeisst Serviteur De l'Isle
- Druckprivileg: "avec Privilege"
- Sonstige Details: Exemplar ÖAW-Sammlung Woldan grenzkoloriert
- On the content:
-
Die Carte De Moscovie (Maßstab ca. 1:2,500.000) wurde von dem französischen Kartographen Guillaume Delisle (1675-1726) im Jahre 1706 in Paris herausgegeben (Drucker: Henri Liebaux). Gewidmet wurde die Karte André Artémonidès De Matueof. Guillaume Delisle zählte zu den weltweit bedeutendsten Kartographen seiner Zeit. Er war Mitglied der Pariser Akademie der Wissenschaften und Lehrer des späteren Königs Ludwig XV.
Die Karte reicht von der Halbinsel Kola im Norden bis zum Asowsche Meer im Süden und von der östlichen Ukraine im Westen bis zur Wolga im Osten und entstand zu einer Zeit, als Zar Peter der Großen (1672-1725) die Kartographie in Russland zu fördern begann. Die Längen- und Breitenangaben sind sowohl am Kartenrand durch Zahlen als auch innerhalb der Karte durch Gitterlinien in 1°-Schritten wiedergegeben. Den Maßstab in graphischer Form integrierte Delisle im linken unteren Eck der Karte in Verstes ou Milles de Mosvovie, Lieues communes de Pologne und Lieues communes dUkraine.
Die Geländedarstellung erfolgt in Maulwurfshügelmanier, wodurch keine Unterscheidung zwischen höherem und tieferem Gelände möglich ist. In Form von Doppellinien erscheinen in der Karte auch die wichtigsten Straßen. Im Weißen Meer integrierte Delisle Kreuze, die Felsen symbolisieren. Im Bereich Astrachan sind Zelte visualisiert, die wohl auf die dort seit dem frühen 17. Jahrhundert siedelnden Kalmücken hinweisen sollen. Aber auch die Astrachan-Tartaren wurden nordwestlich des Kaspischen Meeres genannt.
Petra Svatek
- reference works:
-
Lutz HÄFNER, Europa ohne Grenzen? Zu Wandel und Funktion der russlandbezogenen Kartographie vom Moskauer Reich bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts, in: Jörn HAPPEL, Christophe VON WERDT (Hrsg.), Osteuropa kartiert - Mapping Eastern Europe, Wien 2010, 87-112.
Andreas KAPPELER, Rußland als Vielvölkerreich: Entstehung - Geschichte Zerfall, München 2008.
Lucie LAGARDE, Delisle Guillaume, in: Ingrid KRETSCHMER, Johannes DÖRFLINGER, Franz WAWRIK, Lexikon zur Geschichte der Kartographie. Von den Anfängen bis zum Ersten Weltkrieg, Band 1, Wien 1986, 158-160.