Metadata : Il disegno della seconda Parte dell'Asia
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- Title:
- Il disegno della seconda Parte dell'Asia
- Publisher:
- [kein Verlag ermittelbar]
- Creation date:
- 1561
- Language:
- Italian
- Reproduction type:
- Kupferstich
- Dimensions:
- 47 x 75 cm
- Extent:
- 1 Karte auf 2 Blätter
- Mit Registerblatt: I nomi antichi e moderni della seconda parte dell'Asia
- Shelfmark:
- K-V(Bl): AS 7
- Persistent identifier:
- AC08768726
- Language:
- Italian
- Reproduction type:
- Kupferstich
- Dimensions:
- 47 x 75 cm
- Extent:
- 1 Karte auf 2 Blätter
- Mit Registerblatt: I nomi antichi e moderni della seconda parte dell'Asia
- Shelfmark:
- K-V(Bl): AS 7
- Persistent identifier:
- AC08768726
- Short title:
- GASTALDI Asien Teil 2 1561
- Keyword:
- Kartentyp; Kontinentalkarte
- Scale:
- Circa 1:7 500 000
- Description:
- Details zu Maßstabsangaben: Maßstab in graphischer Form, "milia italiani"
- Gitterlinien: Längen- und Breitenangaben in 1°-Schritten nur im Kartenrand
- Nullmeridian: Demarkationslinie von 1493?
- Sonstige Details: Exemplar ÖAW-Sammlung Woldan flächenkoloriert und Blätter zusammengeklebt
- On the content:
-
Jacobo Gastaldi (1500-1566) war der bedeutendste italienische Kartograph des 16. Jahrhunderts. Er wirkte einen großen Teil seines Lebens in Venedig, wo er diverse Pläne und Katasterkarten für städtische Projekte erarbeitete (u.a. Pläne für den Lido). Zusätzlich zu seinen Arbeiten für die Stadt schuf er über 100 Landkarten von allen Teilen der damals bekannten Welt.
Die Karte von Asien entstand 1559 bis 1561 und besteht aus drei Blättern. Das hier vorgestellte Blatt Il disegno della seconda Parte dellAsia (Maßstab ca. 1:7,500.000) ist koloriert und zeigt das nordöstliche Afrika, die Arabische Halbinsel, Teile des Irans, Afghanistans und Pakistans, den Indischen Ozean und den westlichen Teil Indiens. Die Längen- und Breitenangaben in 1°-Schritten sind nur im Kartenrand angeführt. Der Maßstab erscheint unten neben der Kartusche, die ein Privileg von Papst Pius IV (1499-1565) enthält, in graphischer Form in milia italiani. Im Indischen Ozean ist eine Kompassrose abgebildet. Der nördliche Wendekreis ist eingetragen.
An Landschaftsbezeichnungen fallen dem Kartenbetrachter vor allem viele Namen von Wüsten auf (Bsp. Deserto del Sues in Nordostägypten, Deserto de Lut im iranischen Hochland usw.). Manche Küstenabschnitte und Inseln entsprechen noch nicht ihrem tatsächlichen Aussehen. So ist die Halbinsel Sinai kaum erkennbar, der Golf von Aqaba fehlt zur Gänze. Aqaba selbst liegt fälschlicherweise im Landesinneren. Die Inseln sind größtenteils schematisch eingetragen. Viele von ihnen existieren zudem in der Realität nicht, wie zum Beispiel einige Inseln des Roten Meeres. Kreuze geben im Roten Meer wohl Untiefen wieder. Die Malediven bestehen aus einer fantasievollen Anhäufung unzähliger Inseln. Die Geländedarstellung erfolgt in Bergfigurmanier. Nur wenige Berge sind benannt worden, wie zum Beispiel der Mount Sinai. Bei Kairo sind die Pyramiden von Gizeh eingetragen. Einige Dreieckssignaturen für Pyramiden kann man aber auch bei Assuan sehen. Im heutigen Somalia wird auf Elefanten verwiesen. In Ägypten kommen einige Baumsignaturen vor, die vielleicht auf Oasen hindeuten sollen.
Trotz der teilweise noch beträchtlichen Fehler kann die Asienkarte Gastaldis sowohl bezüglich der Quantität ihrer Eintragungen als auch ihrer Küstendarstellung als die bis dahin qualitätsmäßig beste Karte Asiens bezeichnet werden. Sie diente für die Asienkarten von Abraham Ortelius und Gerard de Jode als Vorbild.
Petra Svatek
- reference works:
-
Ilaria CARACI, Gastaldi Jacobo, in: Ingrid KRETSCHMER, Johannes DÖRFLINGER, Franz WAWRIK, Lexikon zur Geschichte der Kartographie. Von den Anfängen bis zum Ersten Weltkrieg, Band 1, Wien 1986, 246-247.
Günter SCHILDER, The cartographic relationships between Italy and the Low Countries in the sixteenth century, in: The Map Collector 17 (1981), 2-8.
- Short title:
- GASTALDI Asien Teil 2 1561
- Keyword:
- Kartentyp; Kontinentalkarte
- Scale:
- Circa 1:7 500 000
- Description:
- Details zu Maßstabsangaben: Maßstab in graphischer Form, "milia italiani"
- Gitterlinien: Längen- und Breitenangaben in 1°-Schritten nur im Kartenrand
- Nullmeridian: Demarkationslinie von 1493?
- Sonstige Details: Exemplar ÖAW-Sammlung Woldan flächenkoloriert und Blätter zusammengeklebt
- On the content:
-
Jacobo Gastaldi (1500-1566) war der bedeutendste italienische Kartograph des 16. Jahrhunderts. Er wirkte einen großen Teil seines Lebens in Venedig, wo er diverse Pläne und Katasterkarten für städtische Projekte erarbeitete (u.a. Pläne für den Lido). Zusätzlich zu seinen Arbeiten für die Stadt schuf er über 100 Landkarten von allen Teilen der damals bekannten Welt.
Die Karte von Asien entstand 1559 bis 1561 und besteht aus drei Blättern. Das hier vorgestellte Blatt Il disegno della seconda Parte dellAsia (Maßstab ca. 1:7,500.000) ist koloriert und zeigt das nordöstliche Afrika, die Arabische Halbinsel, Teile des Irans, Afghanistans und Pakistans, den Indischen Ozean und den westlichen Teil Indiens. Die Längen- und Breitenangaben in 1°-Schritten sind nur im Kartenrand angeführt. Der Maßstab erscheint unten neben der Kartusche, die ein Privileg von Papst Pius IV (1499-1565) enthält, in graphischer Form in milia italiani. Im Indischen Ozean ist eine Kompassrose abgebildet. Der nördliche Wendekreis ist eingetragen.
An Landschaftsbezeichnungen fallen dem Kartenbetrachter vor allem viele Namen von Wüsten auf (Bsp. Deserto del Sues in Nordostägypten, Deserto de Lut im iranischen Hochland usw.). Manche Küstenabschnitte und Inseln entsprechen noch nicht ihrem tatsächlichen Aussehen. So ist die Halbinsel Sinai kaum erkennbar, der Golf von Aqaba fehlt zur Gänze. Aqaba selbst liegt fälschlicherweise im Landesinneren. Die Inseln sind größtenteils schematisch eingetragen. Viele von ihnen existieren zudem in der Realität nicht, wie zum Beispiel einige Inseln des Roten Meeres. Kreuze geben im Roten Meer wohl Untiefen wieder. Die Malediven bestehen aus einer fantasievollen Anhäufung unzähliger Inseln. Die Geländedarstellung erfolgt in Bergfigurmanier. Nur wenige Berge sind benannt worden, wie zum Beispiel der Mount Sinai. Bei Kairo sind die Pyramiden von Gizeh eingetragen. Einige Dreieckssignaturen für Pyramiden kann man aber auch bei Assuan sehen. Im heutigen Somalia wird auf Elefanten verwiesen. In Ägypten kommen einige Baumsignaturen vor, die vielleicht auf Oasen hindeuten sollen.
Trotz der teilweise noch beträchtlichen Fehler kann die Asienkarte Gastaldis sowohl bezüglich der Quantität ihrer Eintragungen als auch ihrer Küstendarstellung als die bis dahin qualitätsmäßig beste Karte Asiens bezeichnet werden. Sie diente für die Asienkarten von Abraham Ortelius und Gerard de Jode als Vorbild.
Petra Svatek
- reference works:
-
Ilaria CARACI, Gastaldi Jacobo, in: Ingrid KRETSCHMER, Johannes DÖRFLINGER, Franz WAWRIK, Lexikon zur Geschichte der Kartographie. Von den Anfängen bis zum Ersten Weltkrieg, Band 1, Wien 1986, 246-247.
Günter SCHILDER, The cartographic relationships between Italy and the Low Countries in the sixteenth century, in: The Map Collector 17 (1981), 2-8.