Metadata : Post-Charte Der Kaiserl. Königl. Erblanden
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- Title:
- Post-Charte Der Kaiserl. Königl. Erblanden
- Publisher:
- [Selbstverlag]
- Creation date:
- MDCCLXXXII
- Language:
- German
- Reproduction type:
- Kupferstich
- Dimensions:
- Gesamtgröße 98 x 146 cm, Blattgröße: 49 x 73 cm
- Extent:
- 1 Karte in 4 Blättern
- Shelfmark:
- K-III: OE 185
- Persistent identifier:
- AC03793071
- Language:
- German
- Reproduction type:
- Kupferstich
- Dimensions:
- Gesamtgröße 98 x 146 cm, Blattgröße: 49 x 73 cm
- Extent:
- 1 Karte in 4 Blättern
- Shelfmark:
- K-III: OE 185
- Persistent identifier:
- AC03793071
- Short title:
- METZBURG Oesterreichische Erblande 1782
- Keyword:
- Kartentyp; Kontinentalkarte
- Scale:
- Circa 1:1 300 000
- Description:
- Details zu illustrierendem Inhalt: Titelvignette (Szenen aus dem Postverkehr) links unten und 1 Kartusche (Maßstabsleisten, Signaturen) rechts unten
- Details zu kartographischem Inhalt: Gebirgsdarstellung in Maulwurshügelmanier, mit Entfernungsangaben zwischen den Poststationen, Grenzsignaturen "Gränzen der k. k. Erblanden", "Gränzen der Provinzen"
- Details zu Maßstabsangaben: Maßstab in graphischer Form "Deutsche Meilen 15 auf einen Grad 2 auf 1 Post gerechnet", "Ungar. Meil.", "Franz. Meil.", Italien. Meil."
- Gitterlinien: Längen- und Breitenangaben in 1°-Schritten nur am Kartenrand
- Nullmeridian: Ferro
- Projektion: sterographisch
- Anmerkungen zur Entstehungsangabe: vgl. Lit: Dörflinger, Österreichische Kartographie im 18. und zu Beginn des 19. Jh., Wien, 1988, S. 82f.
- Druckprivileg: "Cum. Priv. Sac, Cæs. Majest."
- Sonstige Details: Exemplar ÖAW-Sammlung Woldan grenzkoloriert und auf Leinen aufgezogen
- On the content:
-
Durch die von Maria Theresia 1748 erlassene Postordnung und den unter ihrer Regierung forcierten Ausbau des Straßennetzes gewann der regelmäßige Postwagenverkehr mit Personenbeförderung in den Österreichischen Ländern zunehmend an Bedeutung. Die nun für die Planung von Reisen notwendigen kartographischen Grundlagen wurden zunächst von den süddeutschen und ab 1780 auch in den österreichischen Ländern ansässigen Privatkartographen geschaffen.
Anfang der Herstellung dieser sogenannten "Postkarten" stand in Österreich der Kartograph Georg Ignaz von Metzburg (1735-1798), einem aus Graz stammenden Jesuiten, der als Geometer under anderem Joseph Liesganig bei der Vermessung des östlichen Galizien unterstützte und nach der Auflösung des Ordens 1773 als Professor für Mathematik an der Universität Wien tätig war.
1782 erschien die vorliegende, im Auftrag der k. k. Hofkammer entworfene "Post Charte der Kaiserl. Königl. Erblanden". Diese in 4 Blättern gedruckte Karte deckte das Gebiet von Paris im Norden, Rom im Süden, Jassi im Osten und Berlin im Norden ab, stellte somit das Postroutennetz in ganz Mitteleuropa dar und wies bereits alle Merkmale von typischen Postkarten auf:
Gerade Linien verbanden die Postationen, die über die Angabe von der Anzahl der "Posten" dazwischen Auskunft über die ungefähre Entfernung, Reisedauer - 1 "Post" ensprach ca. der Entfernung von 15 Kilometern und damit einer Reisedauer von ca. 2 Stunden - und damit natürlich auch über den Fahrtpreis.
Interessant ist auch die in der Titelvignette dargestellte, offene Postkutsche, die ledig zwei Passagieren Platz bot.
Gerhard Holzer
- reference works:
-
Johannes DÖRFLINGER, Österreichische Karten des 18. Jahrhunderts, in: Johannes DÖRFLINGER, Die österreichische Kartographie im 18. und zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Unter besonderer Berücksichtigung der Privatkartographie zwischen 1780 und 1820, Band 1 (Veröffentlichungen der Kommission für Geschichte der Mathematik, Naturwissenschaften und Medizin, Heft 42), Wien 1984, 82-84.
Gebhard KÖNIG, Georg Ignaz Freiherr von Metzburg und die topographischen Bestrebungen der niederösterreichischen Stände. In: Heinz Hauffe (Hrsg.): Kulturerbe und Bibliotheksmanagement. Festschrift für Walter Neuhauser zum 65. Geburtstag am 22. September 1998. Österr. Nationalbibliothek, Wien 1998, (Biblos-Schriften 170), S. 383392.
http://deacademic.com/dic.nsf/dewiki/2548094, eingesehen am 30.05.2018
- Short title:
- METZBURG Oesterreichische Erblande 1782
- Keyword:
- Kartentyp; Kontinentalkarte
- Scale:
- Circa 1:1 300 000
- Description:
- Details zu illustrierendem Inhalt: Titelvignette (Szenen aus dem Postverkehr) links unten und 1 Kartusche (Maßstabsleisten, Signaturen) rechts unten
- Details zu kartographischem Inhalt: Gebirgsdarstellung in Maulwurshügelmanier, mit Entfernungsangaben zwischen den Poststationen, Grenzsignaturen "Gränzen der k. k. Erblanden", "Gränzen der Provinzen"
- Details zu Maßstabsangaben: Maßstab in graphischer Form "Deutsche Meilen 15 auf einen Grad 2 auf 1 Post gerechnet", "Ungar. Meil.", "Franz. Meil.", Italien. Meil."
- Gitterlinien: Längen- und Breitenangaben in 1°-Schritten nur am Kartenrand
- Nullmeridian: Ferro
- Projektion: sterographisch
- Anmerkungen zur Entstehungsangabe: vgl. Lit: Dörflinger, Österreichische Kartographie im 18. und zu Beginn des 19. Jh., Wien, 1988, S. 82f.
- Druckprivileg: "Cum. Priv. Sac, Cæs. Majest."
- Sonstige Details: Exemplar ÖAW-Sammlung Woldan grenzkoloriert und auf Leinen aufgezogen
- On the content:
-
Durch die von Maria Theresia 1748 erlassene Postordnung und den unter ihrer Regierung forcierten Ausbau des Straßennetzes gewann der regelmäßige Postwagenverkehr mit Personenbeförderung in den Österreichischen Ländern zunehmend an Bedeutung. Die nun für die Planung von Reisen notwendigen kartographischen Grundlagen wurden zunächst von den süddeutschen und ab 1780 auch in den österreichischen Ländern ansässigen Privatkartographen geschaffen.
Anfang der Herstellung dieser sogenannten "Postkarten" stand in Österreich der Kartograph Georg Ignaz von Metzburg (1735-1798), einem aus Graz stammenden Jesuiten, der als Geometer under anderem Joseph Liesganig bei der Vermessung des östlichen Galizien unterstützte und nach der Auflösung des Ordens 1773 als Professor für Mathematik an der Universität Wien tätig war.
1782 erschien die vorliegende, im Auftrag der k. k. Hofkammer entworfene "Post Charte der Kaiserl. Königl. Erblanden". Diese in 4 Blättern gedruckte Karte deckte das Gebiet von Paris im Norden, Rom im Süden, Jassi im Osten und Berlin im Norden ab, stellte somit das Postroutennetz in ganz Mitteleuropa dar und wies bereits alle Merkmale von typischen Postkarten auf:
Gerade Linien verbanden die Postationen, die über die Angabe von der Anzahl der "Posten" dazwischen Auskunft über die ungefähre Entfernung, Reisedauer - 1 "Post" ensprach ca. der Entfernung von 15 Kilometern und damit einer Reisedauer von ca. 2 Stunden - und damit natürlich auch über den Fahrtpreis.
Interessant ist auch die in der Titelvignette dargestellte, offene Postkutsche, die ledig zwei Passagieren Platz bot.
Gerhard Holzer
- reference works:
-
Johannes DÖRFLINGER, Österreichische Karten des 18. Jahrhunderts, in: Johannes DÖRFLINGER, Die österreichische Kartographie im 18. und zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Unter besonderer Berücksichtigung der Privatkartographie zwischen 1780 und 1820, Band 1 (Veröffentlichungen der Kommission für Geschichte der Mathematik, Naturwissenschaften und Medizin, Heft 42), Wien 1984, 82-84.
Gebhard KÖNIG, Georg Ignaz Freiherr von Metzburg und die topographischen Bestrebungen der niederösterreichischen Stände. In: Heinz Hauffe (Hrsg.): Kulturerbe und Bibliotheksmanagement. Festschrift für Walter Neuhauser zum 65. Geburtstag am 22. September 1998. Österr. Nationalbibliothek, Wien 1998, (Biblos-Schriften 170), S. 383392.
http://deacademic.com/dic.nsf/dewiki/2548094, eingesehen am 30.05.2018