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Joseph Arneth.
die Tafel auf der Rückwand befestiget gewesen sei und die Erklärung
des Monumentes enthalte, so ist hiemit der Auslegung über die sitzenden
Personen auf den Sarkophagen eine weitere Ausdehnung gegeben
, dass nicht bloss die darin begraben gewesenen Personen,
sondern auch, wie hier, deren Eltern vorgestellt werden, welche offenbar
auf so vielen ägyptischen Stelen Vorkommen, wodurch ein Zusammenleben,
so zu sagen, selbst nach dem Tode bezeichnet wird; — wir
haben daher auf vorliegenden Vasen sehr sinnreiche Vorstellungen
von Hochzeitgeschenken (die noch heut zu Tage gebräuchlichen
wissenschaftlichen Abhandlungen, welche in Italien öfters bei Hochzeiten
theils gehalten werden tlieils in Druck erscheinen, könnte man
als Nachhall so schönen Gebrauches alter Griechen ansehen) und
auf den Sarkophagen jene Kämpfe, welche, an die der Jugend erinnernd,
dem letzten hienieden ein heiteres Ansehen verleihen, so dass
diese Kämpfe, ferner jene der Lapithen und Kentauren und die
Genien f), welche gegenseitig sich bekämpfen und Lose aus den
Urnen nehmen, die Hauptvorstellungen auf antiken Sarkophagen
abgeben.
' Ausser der eben so gelehrten wie sinnreichen Erklärung der
schönen Vase von Ruvo stellt der Verfasser noch seine Ansichten
über die Verfertigungsorte der griechisehen Gefässe auf. Kurz ausgesprochen
Hesse sich vielleicht behaupten, dass der grösste Theil,
wo nicht alle archaistischen Gefässe, ihren Ursprung dem eigentlichen
Griechenlande, etwa Athen und Corinth, verdanken, die des
schonen Styls aber den Orten ihrer Auffindung.
Nach dieser Einleitung stelle ich, einverständlich mit meinem
Mitreferenten den Antrag, die Berichte so, wie sie uns überschickt
wurden, als Beilagen zu dem gegenwärtigen in den Sitzungsberichten
abdrucken zu lassen, dem Herrn Einsender ein Dankschreiben im
Namen der Classe zuzumitteln und denselben — so wie überhaupt
alle Consule bei ähnlichen Anlässen — zu ersuchen, vorkommenden
hailes, mit der Anzeige und Beschreibung gemachter Funde auch
Durchpausungen der Gegenstände und Abklatschungen der Inschriften
veranstalten zu wollen.
O Galeria di Firenze. 4. Serie,' Nr. 120. E. Q. Visconti. Museo Pio-Clemen-