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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 9. Band, (Jahrgang 1852)

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Joseph  Arneth.

die  Tafel  auf  der  Rückwand  befestiget  gewesen  sei  und  die  Erklärung
des  Monumentes  enthalte,  so  ist  hiemit  der  Auslegung  über  die  sitzenden ­
  Personen  auf  den  Sarkophagen  eine  weitere  Ausdehnung  gegeben ­
  ,  dass  nicht  bloss  die  darin  begraben  gewesenen  Personen,
sondern  auch,  wie  hier,  deren  Eltern  vorgestellt  werden,  welche  offenbar ­
  auf  so  vielen  ägyptischen  Stelen  Vorkommen,  wodurch  ein  Zusammenleben, ­
  so  zu  sagen,  selbst  nach  dem  Tode  bezeichnet  wird;  —  wir
haben  daher  auf  vorliegenden  Vasen  sehr  sinnreiche  Vorstellungen
von  Hochzeitgeschenken  (die  noch  heut  zu  Tage  gebräuchlichen
wissenschaftlichen  Abhandlungen,  welche  in  Italien  öfters  bei  Hochzeiten ­
  theils  gehalten  werden  tlieils  in  Druck  erscheinen,  könnte  man
als  Nachhall  so  schönen  Gebrauches  alter  Griechen  ansehen)  und
auf  den  Sarkophagen  jene  Kämpfe,  welche,  an  die  der  Jugend  erinnernd, ­
  dem  letzten  hienieden  ein  heiteres  Ansehen  verleihen,  so  dass
diese  Kämpfe,  ferner  jene  der  Lapithen  und  Kentauren  und  die
Genien  f),  welche  gegenseitig  sich  bekämpfen  und  Lose  aus  den
Urnen  nehmen,  die  Hauptvorstellungen  auf  antiken  Sarkophagen
abgeben.
'  Ausser  der  eben  so  gelehrten  wie  sinnreichen  Erklärung  der
schönen  Vase  von  Ruvo  stellt  der  Verfasser  noch  seine  Ansichten
über  die  Verfertigungsorte  der  griechisehen  Gefässe  auf.  Kurz  ausgesprochen ­
  Hesse  sich  vielleicht  behaupten,  dass  der  grösste  Theil,
wo  nicht  alle  archaistischen  Gefässe,  ihren  Ursprung  dem  eigentlichen ­
  Griechenlande,  etwa  Athen  und  Corinth,  verdanken,  die  des
schonen  Styls  aber  den  Orten  ihrer  Auffindung.
Nach  dieser  Einleitung  stelle  ich,  einverständlich  mit  meinem
Mitreferenten  den  Antrag,  die  Berichte  so,  wie  sie  uns  überschickt
wurden,  als  Beilagen  zu  dem  gegenwärtigen  in  den  Sitzungsberichten
abdrucken  zu  lassen,  dem  Herrn  Einsender  ein  Dankschreiben  im
Namen  der  Classe  zuzumitteln  und  denselben  —  so  wie  überhaupt
alle  Consule  bei  ähnlichen  Anlässen  —  zu  ersuchen,  vorkommenden
hailes,  mit  der  Anzeige  und  Beschreibung  gemachter  Funde  auch
Durchpausungen  der  Gegenstände  und  Abklatschungen  der  Inschriften
veranstalten  zu  wollen.

O  Galeria  di  Firenze.  4.  Serie,'  Nr.  120.  E.  Q.  Visconti.  Museo  Pio-Clemen-
            
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