Bericht fiber die Funde von Ruvo.
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trojanischen Krieges wie die Vorahnung des frühem Todes den Heldenruhm
des Achilleus von Anfang an umdüstert. Was aber die
gleichzeitige Beziehung der Amazonen mit Liebe, Hochzeit und Tod
betrifft, so ist, abgesehen von den zahlreichen Gemälden des für die
Amazonen jederzeit unglücklich endenden Kampfes, die Zusammendarstellung
der Entführung der Antiope mit Kroesos auf dem Scheiterhaufen
, so wie die Anbringung von Amazonenschlachten auf dem
Hals von apulischen und lukanischen Gräbervasen, deren Hauptfeld
Gemälde des Unterganges der Kinder der Niobe, der Unterwelt und
des Priamos, welcher von Achilles den Leichnam des Hektor erbittet,
einnehmen, bemerkenswerth. Gleiche Scenen nehmen einen grossen
Theil der Sarkophage ein, wie des ausgezeichnetsten derselben,
der in Wien ist; ein vorzüglicher befindet sich in Paris *). Da dieser
! ) Zuerst machte der österreichische, leider zu früh dein Dienste, den Wissenschäften
entrissene Consul in Salonichi, Herr Ste insberg auf dieselben aufmerksam
5 desshalb theile ich dessen Relation vom 21. Juni 1837 mit:
„Am östlichen Tliore der Stadt Saloniclij genannt di Calamäria, in der Nähe
des Triumphbogens — von dem man nicht wei’ss, ob er Alexander oder L. Aemilius
Paullus zu Ehren errichtet wurde — steht ein elender Hann. Dem Eigenthümer
desselben, einem Türken, kam es zu Sinn, einen gemauerten Stall zu bauen.
Beim Graben der Fundamente stösst man auf Reste eines Gewölbes, dessen
morsches Gestein leicht naöhgibt, und eine Höhlung wahrn’ehmen lässt. Beim
weiteren Graben entdeckt mah zwei Bildsäulen, und findet bei Wegräumung
der Erde, dass diese in sitzender Stellung auf einem Grabsteine ruhen. Da
die Türken wahrscheinlich einen Schatz — nach dem was sie darunter verstehen
— zu finden hofften — und da alle unter der Erde gefundenen Schätze
dem Grossherrn gehören, so eilten sie zu dem Chef der Polizei — Odabaschi
— um bei Eröffnung des Grabes zu assistiren. Man nimmt diese vor,
indem man den schwören Grdbstein mit den beiden Bildsäulen hebt, und einen
Stein unterstellt.
In dem Grabe findet man drei Gerippe, oder vielmehr drei Schädel, und
die zerfallenen Knochen dreier Gerippe, einige Präziosen, Ringe, Halsketten
und einige Kleinigkeiten, ferner ein irdenes Gefäss, das aber durch die
Unvorsichtigkeit des Suchers nur in Scherben ans Tageslicht kam, und
unbeachtet unter den Schutt geworfen wurde.
Bei den Nachgrabungen zur Seite dieses Grabes fand man zwei kleine
Sarkophage, von welchen der eine 2 1 / { j" Länge mit verhältnissmässiger Breite,
der andere 1 Länge bei Breite haben mag.
In dem grösseren entdeckte man einige wenige Knochen, in dem kleineren
nichts als eine rötkliche zum Theile mit Steinen untermengte Erde.
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