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Joseph Arneth.
mit beigeschriebenen Namen AIONTSOS-XIAHNOX. Das Hauptstück
der Funde des Jahres 1833 bildet eine Prachtvase mit einem
Kampfe des Hercules gegen die Amazone Hippolyta; auf der Rückseite
ist vorgestellt die Flucht der Hippolyta vor Hercules der sie
jedoch erreicht und entführt. Die Lebhaftigkeit dieser Vorstellungen
lässt sich nicht mit Worten ausdrücken, sagt der Berichterstatter
Bonghi >).
Diese in den Monumenti dell’ Jnstituto di Corrispondenza
Arch.») abgebildete mit ISO Figuren bemahlte Vase ist von E. Braun
in den Annali umständlicher erläutert worden. Ich würde mich
vergeblich bemühen, die Schönheit.dieser Vase, ohne die Zeichnung
vorzulegen, durch blosse Beschreibung begreiflich zu machen. Nur
Folgendes genüge: Die Vase ist eine Amphora, deren Henkel unten
mit Schwänen unh oben mit Medusenköpfen geziert sind. Die Bemahlung
der Vase selbst ist in drei über einander stehenden Reihen ausgefülirt,
die obere leider sehr beschädigte Reihe scheint in ihrer Mitte
einen Helden vorgestellt zu haben, dem Pallas in der Gestalt seines
Wagenlenkers ihren Beistand lieh.
Auch das Hauptbild der mittleren Reihe ist sehr beschädigt; demungeachtet
lässt sich aus dieser sowohl wie aus der unteren Reihe
der Hauptgegenstand hinlänglich erkennen , welcher auf dieser Vase
unter dem Bilde eines Kampfes der Griechen und Amazonen die heitersten
Anspielungen auf Hochzeitliches enthält. Im oberen Felde
vermutlich Herakles’ Hochzeit mit Hebe unterm Beistand der Pallas.
Auf der entgegengesetzten Seite dieser ersten Reihe die Liebe der
Aurora und des liton; ferner Aphrodite, Theseus und Hippolyta oder
Antiope der Raub der Proserpina durch Pluto, der Kampf des Pelops
und Oenomaos um Hippodameia. Zwischen den Wägen beider Helden
scheint eine Furie eine Fackel auf den Oenomaos zu schleudern,
über derselben fliegt ein Vogel, welcher eine Schlange in den Krallen
hält, als ein Unglück bedeutendes Vorzeichen indess über dem Wagen
des Pelops und der Hippodameia ein Genius mit der Hochzeitsbinde
fliegt.
Im Jahre 1836 s ) beschreibt Herr Schulz die vorzüglichen
Fundsachen in Ruvo, als: Helme, Kürasse; alles übertreffen jedoch an
*) Bulletino. 1834, p. 40.
2 ) Monumenti in edit. 1836. XXX. XXXI. XXXII.
=) Bulletino 1830, p. 69-76, p. 113-123. 161 -163.