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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 9. Band, (Jahrgang 1852)

Der  polygraphische  Apparat  der  k.  k.  Hof-  und  Staatsdruckerei.  863

Nun  kömmt  eine  kurze  Abhandlung  über  die

Daguerreotypie.
Photographie.
Mikrotypie.
Druckbefähigung  photographischer ­
  Bilder.
Blindendruck.
Lithographie.
Stein-  oder  chemischer
Druck.
Anastatischer  Druck.

Chemigraphie.
Zinkographie.
Chemiiypie.
Galvanoplastik.
Chalkotypie.
Chalkographie.
Siderographie.
Hyalographio
Guillochirung.
Stylographie.

Glyphographie.
Cirographie.
Galvanographie.
Naturselbstdruck.
Reduetion  (Verkleinerung).
Xylographie.
Sehriftensclmitt  und  Guss.
Typographie.
Stereotypie.
Typometrie.

Am  Schlüsse  folgt  die  Bemerkung,  dass  die  Wiener  Staats-Druckerei
  nicht  nur  ausser  der  einzig  in  der  XVII.  Classe  „für
graphische  Künste”  ertheilten  Council-Medal  noch  zwei  Preis-Medaillen
  für  Farbendruck  und  Photographie,  eine  Preisrichters-  und
eine  Medal  for  Services  und  eine  Erinnerung^'-Medaille  erhalten,
und  somit  dieselbe  die  einzige  Anstalt  der  Welt  sei,  welche  alle
Preise  der  Londoner  Industrie-Ausstellung  empfangen  habe.  ‘)
Endlich  schliesst  Regierungsrath  Auer  mit  der  Betrachtung:
Nichts  ist  unter  der  Sonne  mehr  der  Vervielfältigung  unzugänglich, ­
  Alles  was  in  der  Natur,'  Kunst  und  Wissenschaft  vorhanden, ­
  ist  der  so  veredelten  Presse  verfallen.  Sie  ist  die  Beherrscherin ­
  des  ganzen  Gebietes  des  menschlichen  Geistes!
Nebstdem,  dass  keines  dieser  Fächer  überflüssig,  sondern
jedes  sich  seinen  Theil  gesichert,  zieht  noch  ein  Gedanke  durch
die  meisten  dieser  graphischen  Kunstfächer  hin,  nämlich  die  Beseitigung ­
  der  Nachahmung  durch  den  Menschen,  der  nur  individuell ­
  sieht  und  empfindet.  Der  Künstler  macht  aus  dem  wissenschaftlichen ­
  Gegenstände  ein  Bild  seiner  Phantasie'  und  schafft,
wenn  Hand  und  Auge  ermüden,  das  Traumgemälde  seiner  Empfindung. ­
  So  wie  das  gemalte  Portrait  eines  Menschen  nebst  dem  Wahren ­
  viel  Unwahres  enthält,  so  trägt  jede  Nachahmung  durch  die
bisher  befolgte  Weise  ihre  Unwahrheiten  zur  Schau.
Nur  das  Original  allein  kann  seine  Copie  selbst  liefern,  entweder ­
  durch  die  photographische  Abbildung  oder  durch  Prägung
und  den  galvanischen  Strom.

In  den  in  London  18a2  erschienenen  „.Rc/JorCs*
b>j  the  Juries  on  the  Subjectsin  the  ThirtyClusses
  into  which  the  Exhibition  was  divided,”  Avird

vonderXVfl.  Classe,  Seite  396,  gesagt:  „Man  wird
bemerken,  dass  die  Jury,  sich  strenge  an  die  von  der
kön.  Commission  niedergelegteu  Grundsätze  hu!-*

I
            
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