samkeit des Menschen als diese, denn Jedem gewährt sie schon vom
frühen his in sein späteres Alter täglich und stündlich so vielfachen
Nutzen.
Der Londoner Welt-Ausstellung ward es Vorbehalten im ganzen ^
Umfange den Schleier der Polygraphie zu lüften; sie hat allen
Gewerbszweigen und somit auch der Druckkunst die Aufmerksamkeit
zugewendet, sie hat allen Industriellen des Erdballes
Gelegenheit geboten, die Erzeugnisse ihres Fleisses zur öffentlichen
Anschauung zu bringen.
Dem ehrenvollen Rufe folgte auch die mir zur Leitung anvertraute
k. k. Anstalt, und ich darf es aussprechen, mit freudigem
Gefühle, wenn auch nicht ganz ohne Besorgniss, dass der Vergleich
unserer Producte und jener der übrigen Aussteller aller Länder,
einen sehr ernsten Moment der Kritik herbeiführen werde.
Das End-Ergebniss zeigte sich indessen günstiger als ich
dachte. Die Jury verlieh in der XVII. Glasse für „graphische Künste”
nur eine einzige grosse Raths-Medaille und zwar der Wiener Hofund
Staatsdruckerei allein. Diese Auszeichnung war um so ehrenvoller,
als englische und französische Preisrichter an der Zuerken- @
nung den entschiedensten Antheil hatten.
Indessen dürfte der Grund eines so glücklichen Ausganges, so
unerwartet er kam, doch nicht so ferne liegen; in allen Druckereien
werden die graphischen Kunstfächer sehr vereinzelt betrieben, alle
zusammen daher in keiner einzigen derlei Anstalt in und ausser
Europa gepflegt.
Ich suchte den originellen Gedanken durchzuführen, das ganze
graphische Kunstgebiet mit den verschiedenartigsten Leistungen
der Staatsdruckerei zu vertreten, und erlaube mir heute der verehrten
Versammlung einen Theil unserer Londoner Ausstellungs-Gegenstände
mittels des hier vorliegenden Apparates zur Anschauung
zu bringen, welcher die Eigenthümlichkeit besitzt, dass
er hei genauer Besichtigung in einer sehr kurzen Zeit mehr Kenntnisse
beibringt, als man sonst durch monatlange Studien erlangen
( konnte.
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In der ersten und zweiten Lade dieses Kastens befinden sich,
nach verschiedenen Abtheilungen mit den nöthigen Titelblättern der
graphischen Kunstfächer versehen, die Druck- und Schrift-Proben
in 4 Foliobänden, und zwar;