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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 9. Band, (Jahrgang 1852)

Urkunden.

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ainarider  lugen  vnd  getan  haben,  Vnd  gen  dem  oder  gen  denselben
sollen  wir  denn  den  burgfrideil  och  getrüwlich  halten  glicher  wise
als  wir  in  gen  ainander  halten  an  |  all  geuärde  vnd  by  den  ayden  so
wir  darumbe  liplich  zu  got  vnd  zu  den  hailigen  geschworn  haben.
^  des  alles  zu  waurem  ödem  vrkunde  vnd  vestem  vnwandelbarer
Sicherheit,  So  haben  wir  Gfauff  Hug  von  Montfort  Herr  |  zu,Bregentz
vnd  maister  sant  Johanns  Ordens  etc.  vnd  wir  Grauff  Hug  von  Montlort
  Herr  zu  Bregentz  vnd  zu  Pfannenberg  geuettern  vorgenant  vnser
yeglicher  besunder  sin  aigen  Insigel  offen  lieh  gehengkt  an  disen  brieff,
dar  |  zu  versprechen  wir  egenanter  Grauff  Hug  der  maister  für  die
egenanten  vnsers  lieben  Bruder  seligen  tochter  alle  ir  erben  vnd  nachkomen
  och  alles  das  zu  halten,  das  hieuor  geschriben  staut  vnd  dawider ­
  nit  zetund  ane  alle  |  geuerde.  Vnd  zu  noch  merrer  sicherhait
vnd  waurem  gezugniisse  So  haben  wir  obgenanten  Grauffen  baide
flissig  vnd  ernstlich  gebetten  den  Edeln  Hern  Johannsen  Truchsessen ­
  zu  Walpurg  des  Bichs  Landuogt  in  Swauben  vnsern
lieben  |  schwanger  *)  vnd  den  frommenvestenTöllenczernvon
schellenberg  zu  Kysslegk,  das  die  ire  Insigelzu  ainer  gezugmiss
  vnd  gedechtnusse  aller  vorgescliriben  sache  olfenlicli  och  gehengkt ­
  hand  an  disen  brieff,  doch  ane  schaden  In  selber  |  vnd  iren
erben.  Der  geben  ist  zu  Rauenspurg  uff  der  bürg  am  fritag  vor
dem  Sontag  als  man  in  der  hailigen  Kirchen  singet  Judica  Nach  cristi
gebürt  als  man  zalt  vierzehenhundert  Jare  und  darnach  in  dem  |  zway
vnd  zwaintzigosten  Jare.
Pergament-Urkunde  mit  vier  anhangenden  Siegeln,  wovon  das
erste,  nämlich  des  Johannitermeisters  Hugo,  in  rothem  Wachs  abgedruckt
  ist.  Im  k.  k.  Haus-,  Hof-  und  Staatsarchive.
)  Johann  Truchsess  von  Waldburg,  des  heil,  römischen  Reichs  Landvogt
in  Schwaben,  hatte  nach  Hübner’s  geneal.  Tabelle  II,  508,  und  des  Herrn
Matthäus  von  Pappenheim  Chronik  der  Truchsessen  von  Waldburg.  Memmingen ­
  1777,  S.  70,  zur  dritten  Gemalinn  Magdalena  Gräfinn  von  Mdntfort,
und  da  der  Johanniter-Meister  Hugo  ihn  seinen  Schwager  nennt,  so  war
Magdalena  des  Grafen  Schwester,  somit  eine  Tochter  Konrads  Grafen  von
Montfort  Bregenz,  die  von  Vanotti  in  Tab.  C  nicht  aufführt,  doch  aber  S.  587
Hannsen  Truchsess  von  Waldburg  der  Grafen  von  Montfort  Schwager  nennt.
Sie  war  kinderlos  und  —  wie  es  scheint  —  schon  vor  Jahren  gestorben,
indem  nach  ihrem  Tode  der  Truchsess  Johann,  der  um  1423  verschied,  noch
mit  Ursula  Freiinn  von  Abensperg  vermählt  war,  die  ihm  in  seinen  vorgei
  iickten  Tagen  noch  fünf  Söhne  und  fünf  Töchter  geboren  haben  soll.

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