Urkunden.
Graf Hugo von Montfort zu Bregenz, Johanniter Meister in deutschen Landen,
im Kamen seiner Nichte Elisabeth und Hugo von Montfort zu Bregenz
und Pfannenberg verzeichnen und vermarken den B urgfrieden des
Schlosses und der Stadt Bregenz, und versprechen sich zwanzig Jahre
hindurch genau an diese Markung zu halten.
Ravensburg am 27. März 1422.
Wir Grauff ') Hug von Montfort Herre zu Bregentz vnd
maister saut Johanns Ordens in Tütschen landen etc. vnd wir Grauff
Hug von Monttort Herre zu Bregentz vnd zu pfannenberg...
Bekennen vnd vergieehen oflfenlich mit diesem Brief für | vns alle
vnser erben vnd nachkommen vnd darzü versprechen wir egenant
Grauff Hug der maister für die wolgebornen Elisabethen von
Nellen bürg geborn von Montfort des wolgebornen Grauff Willi
al ms von Montfort seliger gedechtnüsse vnsers | lieben bruders
tochter wittwe vnd och für alle ir erben vnd nachkommen vnd
tugen kund allermenglich, das wir von angeborner sippe vnd friintscliafft
wegen darzu genaigt sigen, damit wir vnser libe vnd gute
destbass in fride vnd sfin (Sühne) setzend, vnd och vmbe das daj wir
by vnsern herrschaflften lüten vnd guten in fride vnd früntschaflft vnd
gantzer liebe destbass bestän vnd mit einander beliben mögen. Darumbe
so haben wir vetzo ainhellengklich mit veraintem gütej |
willen vnd mit wolbedauchtem sinne vnd mute vnd nach Raute vnd
hilflfe vnser güten friinde vnd ander erber lüte die daby gewesen sind
mit einander einen getrüwen vngeuarlichen Burgfrieden uffgenommen
vnd gemäht, machen vnd nemen in och uff wissentlich vnd in krafift
dis briefs, mit vnsern Schlossen Bregentz der Bürge vnd Bregentz
der Statt, vnd mit namen als wyt diser nachgeschriben kraisse begriffet,
verschriben verzeichent vnd gemarket ist vnd vauliet der |
kraisse des Burgfriedens an in Rigkenbachstobel uff vnd abe,
vnd gaut von dannen gerichtj vber denPfender, vnd dannenhin
vber den liagken abe bis in den Rugkbach, vnd den Rugkbach
abe bis in den See vnd dannenhin nach der schnür | zu messen durch
den See bis in die Lutrach, vnd dannenhin die lutrach uff bis
vber den Stussberg, so man aller glichost kan bis wider in den
*) Der Verfasser dieser Urkunde war ein Schwabe, wie die Schreibweise Grauff,
Raute, vauhet, staut, w au rem, Scliwauger elc. statt Graf, Rath e,
vahet (fängt), stat oder steht, warem, Schwager etc. sattsam andeutet.
Sitzb. d. phil.-hist. CI. IX. Bd. V. Hft.
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