Die Stadecker und ihre Erben v. Montfort bis 1596.
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waltung der Besitzungen in Vorarlberg, und Johann die österreichisch-steiermärkischen,
durch welche er in die Fehden im Lande
mit verwickelt wurde. Dem Landesfürsten ergeben, aber auch von
ihm abhängig vermachten beide Brüder auf den Fall, dass sie ohne
männliche Erben abstürben, demselben — dem römischen König
Friedrich IV.-—die Vesten Pfannberg, Kaisersberg, Bohrau, Peckach,
Krems bei Voitsberg, Himmelberg, Freundsberg und Mannsberg am
6. November 14ä0 *), und verkauften demselben am S. November
14S9 ihr Haus sammt Marstall in Wien 2 ).
Johann war nach der Cillier Chronik bei Lichnowsky, Bd. VI,
S. 203, Nr. 98, mit einer Tochter des bekannten Cillier Feldhauptmanns,
Johann Witowecz, Grafen von Kreuz, vermählt 3 ) und
wurde in der Fehde zwischen einem Theile des aufrührerischen Adels
der Steiermark, an dessen Spitze bekanntlich Andreas Baumkircher
war, und dem K. Friedrich im April 1469 vor Wildon erschossen 4 ).
Da nun Graf Johann kinderlos gestorben war, setzte sein Bruder
Hermann II. (f 1482), der im Jahre 1470 an Andre Särl
das Schloss Fronsperg verkaufte, allein mit Cäcilia von Liechten
stein-Mur au diese Montfort-Pfannbergische Linie fort, wie
die Stammtafel zeigt. Von seinen fünf Söhnen sind die beiden ältesten,
Hugo II. (dieser Linie) und Georg II. besonders zu nennen.
Jenen finden wir in den Niederlanden, als nämlich Wolfgang v. Polheim,
K. Maximilians I. geheimer Rath und Obersthofmeister etc.,
am Quatember Dinstag vor Michaelis 1494 zu Mecheln seine Vermählung
mit Johanna, Tochter Wolfbart’s von Borselle, Grafen
von Grandpre und Herrn de la Vere, feierte, wurde ein ansehnliches
Ritterspiel gehalten. Dabei haben nebst andern Graf Haug von
Pfannberg mit Christoph Schenk von Limpurg, und Graf Hanns
1 ) Chm el’s Beiträge zur Geschichte K. Friedrich’s IV. Linz 1832. Bd. I, S. 330.
Nr. CLIX.
2 ) Von Vanotti, S. 511, Nr. 266.
')) Nach Hühner’s genealog. Tab. II, 498, halte Graf Johann von Montfort
Apollonia, Tochter des letzten Grafen von Kirchberg zur Gemahlin». So
auch nach Friedrich Lucae Graffen-Saal. Frankfurt 1702, S. 347, was unmöglich,
daher unrichtig ist, da Philipp, der 1 e tz te Graf von Kirchberg, im Jahre
1510 starb.
4 ) Lichnowsky, R. VII. 127; u. Vanotti, S. 187. Anmerk. 2; wo aber die Hinweisung
auf den Anhang Nr. 267 (S. 511) nicht richtig ist.