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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 9. Band, (Jahrgang 1852)

Die  Stadecker  und  ihre  Erben  v.  Montfort  bis  1596.

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Herren  zu  Bregenz,  den  Georg  von  Herberstein  mit  mehreren  Gütern
und  deren  Zugehörungen,  die  Herzog  Ernst  als  deren  Gerltab  inne
hatte,  bis  beide  zu  ihren  vogtbaren  Jahren  gekommen  sind  und  ihre
Leben  selber  verleihen  werden.  Nun  belehnt  ddto.Pfannbergam  l.Mai
1430  Graf  Hermann  für  sich  und  seinen  Oheim  Stephan  den  genannten ­
  Georg  von  Herberstein  und  seine  Erben,  sowohl  Söhne  als  Töchter, ­
  mit  eben  denselben  Gütern  und  Zugehörungen,  als  f„von  erst  ein
mül  pey  har  dp  erg  an  der  Seuen,  vnd  zwo  wisen  dapey  gelegen,
Item  zwen  höf  vnd  ein  mül  pey  kundorff,  Item  sechs  Gueter
in  der  Nudnyng,  vnd  zavo  öden  daselbst,  gelegen  in  der  W  alter ­
  ft  orffer  pfarr,  Item  ain  lmeben  im  heekthal  hinter  Epp  enstein, ­
  genannt  die  Rigelhueb,  vnd  ain  liueb  im  weitspach  i).”
Die  Grafen  von  Montfort  hatten  an  der  ungrischen  Grenze  ausser
Rohrau  und  Rauhenwart  noch  andere  Lehen,  nämlich  der  Herrschaft
Ort  inne,  die  als  Erbe  den  jungen  Herzogen  Friedrich  V.  und
Albrecht  VI.,  Söhnen  des  1424  verstorbenen  Herzogs  Ernst  des
Eisernen,  gehörte.  Hievon  verleiht  deren  Oheim  und  Vormund  Herzog ­
  Friedrich  IV.,  mit  der  leeren  Tasche  beigenannt,  zu  Neustadt
am  8.  Juni  1426  der  Gräfinn  Anna  von  Montfort,  gebornen  von  Neuhaus, ­
  den  sogenannten  Thurnhof,  gelegen  zu  Ungrisch-Haslau  bei
der  Leitha  „auf  dem  Tewtschn”  mit  Zugehör,  dann  eine  Mühle  ober
Haslau,  in  allem  27  verschiedene  Stücke  zu  und  um  Haslau,  ferner
17  halbe  Lehen  und  3  Viertellehen,  4  Hofstätten  und  eine  halbe
Hofstatt
Am  14.  Juli  1426  gibt  die  verwitwete  Gräfinn  Anna  den  Herzogen
von  Österreich  die  Verschreibung,  dass  sie  denselben  mit  ihren
Vesten  gewärtig  sei,  und  ihr  Sohn  und  ihr  Enkel  diese  Niemanden
ohne  des  Herzogs  Friedrich  des  Altern  Wissen  übergeben  sollen.
Am  30.  December  1429  ertheilt  Kaiser  Sigmund  den  Grafen
Hermann  und  Stephan  von  Montfort  —  wohl  nach  erlangter  Volljäh-’)

  Diese  beiden  Urkunden  sind  bei  Kumar  II,  S.  59,  Nr.  IV  und  S.  71,  Nr.  XIII
abgedruckt.  —  Hartberg  am  Savenbach  ,  der  in  die  Feistritz  fliesst.
Nudning,  in  der  ersten  Urkunde  richtiger  Nurnyng,  und  jetzt  Nierning
genannt,  ist  eine  Stunde  von  Waltersdorf  an  demselben  Savenbach  gelegen.
Kundorf  und  Weytspach,  in  der  ersten  Urkunde  „in  Sweitzenpach  (?) u
genannt,  kann  ich  nicht  näher  bestimmen.
2 )  Chmel’s  Geschichte  K.  Friedrich’s  etc.  TV.  Hamburg  1840,  I,  159.  Anmerk.  1,
            
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