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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 9. Band, (Jahrgang 1852)

Die  Stadecker  und  ihre  Erben  v.  Montfort  bis  1596.

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lieh  III-  am  11.  August  1463  mit  dessen  ehelichen  Nachkommen  in
den  Reichsgrafenstand,  und  die  Herrschaft  Sonnenberg,  wofern  sie
nicht  schon  eine  Grafschaft  gewesen  wäre,  zu  einer  Grafschaft  des
Reiches.  Am  31.  August  1474  wurde  sie  um  34,000  Gulden  an  den
Erzherzog  Sigmund  von  Tirol  verkauft.
Im  Jahre  1417  kaufte  vom  Grafen  Hugo  von  Montfort  und
Ludwig  von  Pösenbach  Wolfgang  von  Wurmbrand  einige  Güter
(praedia)  zu  Rinnberg  (Wurmbrand,  1.  c.  pag.  50).
Um  das  Jahr  1419  starb  Ulrich,  Hugo’s  Sohn  erster  Ehe,  und
hinterliess  Hermann  I.  und  Stephan  den  Jüngern.
Im  Jahre  1422  war  Graf  Hugo,  wohl  zum  letzten  Male,  mit
seinem  Sohne  aus  dritter  Ehe,  Stephan  dem  Altern,  in  Rregenz.
Er  stiftete  mit  demselben  auf  der  Höhe  des  Hirschberges  zu  Ehren
des  h.  Johannes  des  Täufers  und  der  St.  Ursula-Gesellschaft  ein  Frauenkloster ­
  Dominikaner-Ordens.  Als  dasselbe  ein  Blitzstrahl  in  Asche
gelegt  hatte,  wurde  es  1464  ins  Thal  herab  gen  Kennelbach  an  der
Bregenzer  Aach  versetzt,  und  von  nun  an  Hirschthal  genannt.
Den  Grundstein  legten  der  Weihbischof  von  Konstanz,  Graf  Ulrich
von  Montfort,  oder  richtiger  von  Werdenberg-Sargans  zu  Troclitelfingen
  und  Frau  Barbara  Gräfinn  von  Matsch,  Gemahlinn  Jakobs
von  Trapp,  Vogtes  zu  Bregenz  *)•
Die  Stadt  Bregenz,  deren  Hälfte  seit  der  Theilung  vom  Jahre
1379  unserm  Grafen  Hugo  gehörte,  hatte  für  die  treue  Ausdauer
und  Tapferkeit  ihrer  Bürger  im  Appenzellerkriege  sowohl  vom  römischen ­
  König  Ruprecht  am  21.  März  1408,  als  auch  von  ihren  Herren
den  Grafen  von  Montfort  am  26.  December  1408  und  am  29.  März
1409  mehrjährige  Steuerfreiheit  und  andere  Begünstigungen  verdient ­
  und  erhalten.  —  Da  Hugo’s  Neffe,  Graf  Wilhelm  IV.,  mit  Hinterlassung ­
  der  einzigen  Tochter  Elisabeth  am  6.  März  1422  gestorben ­
  war,  liess  er  mit  dessen  Bruder  Hugo,  Johanniterordens-Comthur
zu  Wedischwil,  am  27.  desselben  Monats  den  Burgfrieden  2 )  des
Schlosses  und  der  Stadt  Bregenz  vermarken  (Urkunde  N)  und  schloss
einen  Vertrag  mit  ihm  wegen  der  Erbfolge  in  Bregenz.
1 )  Vgl.  Johann  Georg  Prugger’s  sogenannte  Chronik  der  Stadt  Veldkireh.
Veldkirch  1685.  S.  115.
)  Wohl  auf  Grundlage  des  Burgfriedens,  den  Graf  Hugo  und  sein  Neffe  Wilhelm
ddo.  Bregenz  am  6.  September  1415  unter  sich  errichtet  haben.  Siehe  die
Urkunde  bei  v.  Vanotti  S.  585,  Nr.  38.
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