Die Stadecker und ihre Erben v. Monti'ort bi« 1596.
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Vetters des genannten Wilhelm, zur Rettung von Bregenz wesentlich
beigetragen haben? Ihrem Schwiegervater Hugo, der nach Urkunde
die Hälfte der Stadt Bregenz besass, gehörte pfandweise die, eine
Stunde von Rankweil entlegene Veste Neuburg, die — obgleich
mitten im Gebiete des neuen Bundes ob dem Bodensee gelegen —
mancher Begünstigung sich erfreute. Von hier aus konnte man leicht
manche Vorgänge und Pläne der Feinde ausspähen. Es drängt sich aber
unwillkürlich die Frage auf, ob Guta von St ad eck zur Zeit dieses
etliche Jahre dauernden Appenzellerkrieges in Vorarlberg gewesen
ist?
Graf Hugo empfängt und ertheilt Lehen.—Es belehnte
am St. Bartholomä- Abend (23. August) 1409 Herzog Ernst
ihn mit einem halben Hause zu Fürstenfeld, das er von Hanns
von Ebersdorf gekauft hat *)•
Derselbe Graf belehnte ddto. Gratz am Ertage nach St. Urbani
(27. Mai) 1410 den Ehrenreich auf dem Veldt mit einem Hofe und
dessen Zugehör in der Pfarre Grafendorf a ).
Am St. Michaelistag 1410 verglich er sich mit Herrn Wollen
Wurmbrand zu Stuppach (bei Gloggnitz) wegen einiger von
den Herren von Stadeck liinterlassenen Güter 3 ).
Von den Stadeckern her hatten Graf Hugo und sein Sohn Ulrich
durch des Letztem Hausfrau Guta auch Lehenschaften zu Brunn bei
Wiener-Neustadt. Diese besass Dietrich von Teufenbach zu
Maierhofen, der seiner Hausfrau Anna, Tochter des reichen
Michael von Eberstein aus Kärnten, 200 Pfund Pfenninge Morgengabe,
und die Heimsteuer ihres Vaters mit 200 Pfund auf diese Veste versichert
hatte. Dietrich starb im Jahre 1403 und hinterliess Kinder.
Die schöne Witwe vermählte sich mit Günther von Herberstein, und
schenkte ihm und seinen Erben mit Genehmigung des Herzogs Ernst
diesen Satz von 400 Pfund Pfenning, der auf der genannten Veste
Brunn samrnt deren Zugehör lastete. Diese Schenkung bestätigte
l ) Im Archive der niederösterreichischen Stände Nr. 1764.
") Nach Nr. 1780 im niederösterr. ständischen Archive.— Ist „auf dem Veldt ct
Velderndorf bei tSt. Pölten? Nach einer andern Notiz in der Grafenbacher
Pfarre unweit Gloggnitz.
°) Wilhelmi Comitis de W urmbr and Colleclanea genealo gico-diplom. Viennae
1705, pag. 50.
Sitzb. d. phil.-hist. CI. IX. Bd. V. Hft.
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