Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 9. Band, (Jahrgang 1852)

Die  Stadecker  und  ihre  Erben  v.  Montfort  bis  1596.

819

Die  Veste  Rohrau  *)  sammt  allem  Zugehör,  allen  Renten,
Zinsen,  Nützen  und  Fällen,  die  nach  Hannsens  Tode  ans  Reich  gefallen ­
  war,  gah  K.  Wenzel  zu  Prag  am  23.  August  1400  dem  Grafen
Hermann  II.  von  Cilli  auf  seine  Bitte  als  Reichslehen  3 ).  —  Guta,
Hannsens  minderjährige  Tochter,  vermählte  sich  früh  mit  Ulrich,
Grafen  von  Montfort-Pfannberg,  Avie  aus  dem  Instrumente
ddto.  Cilli  am  28.  April  1402  (s.  Lit,  K)  erhellet,  kraft  dessen
Graf  Ulrich  den  Grafen  Hermann  II.  von  Cilli  der  Vormundschaft
über  seine  Ge  mahlinn  Guta  von  Stadeck  entledigt.  Nun  verlieh
König  Ruprecht  ddto.  Heidelberg  am  26.  April  1404  dem  Grafen
Hugo  von  Montfort,  Herrn  zu  Bregenz,  und  dessen  Sohne  Ulrich,
Avie  auch  der  Frau  Guta  von  Stadecke,  des  Letzteren  Hausfrau,
folgende  Güter:  die  öde  Veste  und  das  Burgstall,  genannt  Stadecke ­
  bei  Gratz  in  Steiermark;  item  Rorau,  die  Veste  und
Herrschaft  im  Lande  Österreich;  item  die  Veste  TeAvffenbach,
die  Güter  zu  Stralecke,  und  „die  Güter  im  Mürzthal  bei  Langeinvang
  mit  Zugehör,  „vnd  auch  mit  allen  Freiheiten,  Gerichten  vnd
Mannschaften,  als  dieselben  Lehen  die  von  Stadecke  von  alter  herbracht ­
  vnd  inngehabt  haben,  die  von  dem  Riehe  zu  Lehen  riirent,
  vnd  die  lange  Zyt  versAvigen  vnd  von  dem  Riehe  in
etAvevil  Jaren  Avurden,  dauon  auch  dieselben  Lehen  vnd  Slosse  dem
Riehe  verfallen  sint  °).  Herzog  Leopold  IV.  bestätigt  zu  Wien  im
Jahre  1406  dem  Grafen  Hugo  und  dessen  Sohne  Ulrich  die  Rechte,
die  letzterer  von  seinem  Schwiegervater  Hanns  von  Stadeck  über
das  Dorf  Rauchenwart  erhalten  hatte  (v.  Vanotti  S.  493,Nr.  164).
Am  26.  Jänner  1418  kaufte  Graf  Hugo  einige  Güter  und  Gülten  in
demselben  Dorfe  Raucheniwart,  die  Eigenthum  der  Hofcapelle  in
Wien  waren  (das.  Nr.  182).  Laut  eines  Schreibens,  ddto.  auf  der
Leiten  4 )  am  nächsten  Montag  nach  St.  Florian  (d.  i.  am  5.  Mai  1410
führte  Bernhard  Herr  von  Losenstein  mit  dem  Grafen  Hugo  einen
/
*)  Robrau,  Schloss,  Herrschaft  und  Majorat  der  Grafen  von  Harracb  an  der
Leitha.  Die  Grafen  von  Montfort  hatten  ihre  Güter  und  Gülten  in  Österreich
'zwischen  den  Wässern  Fischa  und  Leitha  und  am  Steinfelde.
2 )  Chmel,  Regesta  Ruperti  Regis  Romanorum.  Francofurti  1834.  S.  183,  im
Anhänge  Nr.  li;  vgl.  Pelzei  K.  Wenzel  II,  410.
°)  Desselben  Regesta  etc.  Nr.  1730,  vgl.  Nr.  1731.
4 )  Wurmbrand  collectan.  genetil.  Viennae  1705,  pag.  230  und  231  ,*  Aifuilini
Caesar  Annal.  Styriae  II,  658.
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.