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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 9. Band, (Jahrgang 1852)

Vermählung  der  Grafen  y.  Bregenz  mif  den  Gräfinnen  v.  Pfannberg.  809
belehnte,  mit  Ausnahme  der  Lehen  zu  Widrafeld,  die  er  den  Grafen
von  Schaunberg,  der  verwitweten  Margaretha  Vettern,  verlieh.  Siehe
Urkunde  B.  —  Ferner  bestätigt  dieses  der  Lehenrevers  (Lit.  C)
von  14.  Juni  1363  Chadolt's  des  Altern  von  Ekkartsau  um  seine
Güter  und  Lehen  zu  Wagraindie  er  vom  Grafen  Hanns  von  Pfannberg ­
  zu  Lehen  hatte.
Die  Gräfinn  Margaretha  verkaufte  ihrem  Vetter  dem  Grafen
Ulrich  von  Schaunberg  ihr  Haus  in  Wien,  das  an  dessen  Haus  anstiess,
  am  IS.  März  136S  um  120  Pfund  Pfenning 1 ).
Sie  vermählte  sich  in  zweiter  Ehe  mit  Wilhelm  III.  Grafen
Mo  nt  fort-  Bregenz,  wohl  nach  dem  Jahre  1367,  indem  dessen
erste  Gemahlinn  Ursula  Gräfinn  von  Hohenberg  damals  noch
lebte  (vgl.  S.  805).  Dürfte  nicht  Wilhelm  in  Wien,  wo  sein  Vater  am
19.  October  1368  gestorben,  Margarethens  Bekanntschaft  gemacht
haben?  Fünf  Jahre  später  finden  wir  beide,  Mutter  und  Tochter,  zum
zweiten  Male  vermählt.
Die  Tochter  Margaretha  war  in  zartem  Alter  mit  Johann  Grafen
von  füll,  älterem  Sohne  des  Grafen  Hermann  I.  und  Katharina’s,
Tochter  des  K.  Stephan  von  Bosnien,  verlobt  und  vermählt.  Beide
wurden  in  Folge  päpstlicher  Delegation  ddo.  13.  Jänner  1368  vom
Patriarchen  Marquard  von  Aquileja  am  26.  März  1369  von  dem  vierten
Grade  ihrer  Blutsverwandtschaft  (Urkunde  D)  dispensirt.  Diese  Verbindung ­
  war  keine  uneigennützige,  wie  die  Urkunde  E  deutlich  uns
lehrt.  Die  mächtigen  Cillier  trachteten  nach  den  Pfannbergischen
Allodialgütern,  die  an  die  ihrigen  stiessen.  Auch  hier  ist  keine  Hinweisung ­
  auf  einen  Bruder  der  jüngeren  Margaretha,  nämlich  in
.Bezug  auf  die  Pfannbergischen  Güter  und  das  Erbe,  Margaretha  war
wohl  alleinige  Erbinn.
Graf  Johann  von  Cilli  starb  frühzeitig  und  kinderlos  am  27.  April
1372  2).
Dass  der  sehr  jungen  Witwe-To  elfter  Margaretha  Gräfinn
von  P  fan  n  b  erg  -  C  i  11  i  Wiedervermählung  mit  Hugo  Grafen  von
Montfort-Bregenz,  ihres  Stiefvaters  Sohne,  innerhalb  Jahresfrist
Statt  gefunden  habe,  bezeuget  uns  das  zu  Gratz  am  16.  Juni  1373

U  Regesten  von  Stülz,  S.  365,  Nr.  151.
2 )  Schauplatz  des  Jandsässigen  nieder-österreichischen  Adels  etc.,  vonFranzKarl
Wissgrill,  Wien  1795,  Bd.  II,  85.
            
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