Vermählung; der Grafen v. Bregenz mit den Gräfinnen v. Pfannberg. 807
Bestätigung gaben mir des Chorherrn Stülz vorerwähnte Regesten
S. 346, N. 123. Laut derselben verbinden sich zu Wien am 12. März
1334 Ulrich und sein Sohn Johann, Grafen von Pfannberg, gegen
den Grafen Friedrich von Schaunberg und Ulrich seinen Vetter und ihre
Brüder, dass sie des Grafen Johann Wirthinn, Margaretha, Tochter
des Grafen Rudolf vonSehaunberg 1 ), sobald dieHeirat vollzogen
sein werde, zum Verzichte auf die väterlichen Güter bewegen
wollen, nicht aber auf die mütterlichen, bei Strafe des Einlagerns in
Wien. Am selben Tage nach N. 126 verspricht Graf Ulrich von
Pfannberg inner Jahresfrist nach dem Beilager der Gräfinn Margaretha
Rudolf’s selig von Schaunberg Tochter, die seinem Solme Johann
verlobt ist, zur Morgengabe 2400 Pfund Pfenning und setzt zu
Bürgen seinen Eidam den Grafen Friedrich von Ortenhurg,
Friedrich von Walsee, Hauptmann ob der Enns und Andere, die im
Falle der Nichterfüllung der Zusage in Wien das Einlager zu leisten
haben.
Weder Jahr noch Tag dieser Vermählung lassen sich genau
bestimmen. Im Jahre 1337 war sie vollzogen, indem nach Regest.
Nr. 133 Graf Hanns von Pfannberg zu Wien im genannten Jahre die
Morgengabe und Heimsteuer seiner Ehewirthinn, der Gräfinn Margarethen
von Schaunberg, 2400 Pfund Pfenning auf der Veste Forclitenherg
und dem Urbar zu Semriach und in der Lausenz sammt dem
Zehent daselbst, was alles Satz des Herzogs von Österreich ist, versichert.
Mitsiegler und Mitzeuge ist Graf Rudolf von Werdenberg-Sargans,
der 1362 in der Nähe von Plürs bei Chiavenna von Räubern
ermordet wurde.
Graf Johann von Pfannberg batte nach einer archivalischen
Aufzeichnung ein Haus in der Schautiergasse in Wien, in dem
wahrscheinlich sein Vater Ulrich gestorben ist, welches er an die
Grafen von Cilli verkaufte. Er lebte noch urkundlich nachweisbar am
11. Jänner 1362, und am 23. November desselben Jahres wird Margaretha
Witwe genannt. Er hinterliess nicht nur die Tochter Mar-')
Rudolf, Bruder Leulolds, des Dompropstes zu Freising, und der Grafen
Wernhart und Friedrich (f 1358), erscheint meines Wissens urkundlich zum
letzten Male am 24. Mai 1345. S. Stulz’s Regesten S. 343, N. 108. — Sein
Todestag war nach dem Necrolog von Seligenthal zu Landshut den 22. Juli
„XI. Kal. Aug. Dominus Rudolfus comes de S chaumb er c h". Monum.
boic. XV, 529. Ebenso im Necrolog von Wilhering.
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