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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 9. Band, (Jahrgang 1852)

Vermählung  der  Grafen  v.  Bregenz  mit  den  Gräfinnen  v.  Pfannberg.  805
von  Montfort  der  ältere  Herr  zu  Bregenz  und  Graf  Wilhelm  sein
Sohn  verkaufen  cum  consensu  Frau  Ursula,  Grafen  Wilhelmen
des  jüngeren  c  onj  ugis,  Graf  Hugen  von  Hohenberg  sei.  Fil  ia  e,  nee
non  consensu  Graf  Hugen  ihres  Bruders  an  Graf  Eberhard  von  Wirtemherg
  ihr  Beeilt  an  Haigerloch  und  Ebingen,  quod  Ursula  et  Hugo
acceperunt  a  matre  sua  Ursula  von  Pfirt  sei.  und  Graf  Wilhelm  von
Montfort  dem  altern  ihrem  Hauswirth,  auch  Graf  Hugen  Wilhelmi
filio.  Hiemit  stimmt  die  Inhaltsanzeige  der  betreffenden,  im  königlichen
Staatsarchive  zu  Stuttgart  verwahrten  Urkunde  von  3.  Februar  1367
hei  v.  Vanotti  S.  483,  Nr.  86,  ganz  überein.  Der  Ausdruck  Ursula  von
Pfirt  selig  bestätigt  uns,  dass  sie  zu  dieser  Zeit  und  vor  ihrem
Gemälde  gestorben  war.

III.
Vermählung  der  Grafen  Wilhelm  111.  von  Montfort-Bregenz  und  seines
Sohnes  Hugo  mit  den  Gräfinnen  Margaretha  der  Aeltern  und  der  Jüngern
von  Pfannberg.
Hier,  wie  vorher,  finden  wir  den  Vater  mit  der  Schwiegermutter
seines  Sohnes  vermählt.  Mutter  und  Tochter  heissen  Margaretha,
deren  gleicher  Name,  wie  früher  der  Ursula’s,  die  Verwechselung
beider  herbeiführte  und  Genealogen  und  Historiker  auf  Irrwege  verleitete. ­
  Wir  wollen  den  sicheren  Weg  der  Urkunden  betreten  und  die
letzten  männlichen  und  weiblichen  Sprossen  des  uralten  steiermärkischen ­
  Geschlechtes  der  Grafe  n  von  Pfa  n  nberg,  das  nach  Lazius  J )
und  seinen  Nachbetern  um  das  Jahr  1368  im  Mannsstamme  erlosch,
gemeinsam  mit  den  Grafen  von  Montfort-Pfannberg  zu  beleuchten ­
  versuchen,  und  die  Stammtafel  der  Grafen  von  Pfannberg  in
Prof.  Gehbardi's  genealogischer  Geschichte'der  erblichen  Reichsstände ­
  in  Deutschland,  Halle  1785,  Bd.  UI,  354,  berichtigt  und
ergänzt  am  Schlüsse  S.  856  beifügen.
Unter  die  ältesten  und  ersten  GeschlechterderSteiermark  gehörten
die  Grafen  von  Pfannberg,  unter  denen  Ulrich  III.  ein  Sohn  Ulrichs  II.
und  Margarethens  der  Erbgräfinn  von  Heu  nb  urg  (vgl.Urk.  D),  vor-)

  De  Gentium  alit/uot  migraüonibus,  sedibus  jixis.  Francofurii  1600,  416;
Hb.  VI,  pag.  ISO.
Sitzb.  6.  pbil.-hist.  CI.  IX.  Bd.  V.  Hft.

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