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Joseph Bergmann.
Non: Maii (i. e. 5. Mai) Ursula Comitissa de Phirtt” ohne weiteren
Beisatz, ohne Angabe des Jahres, wahrscheinlich vor 1367, wie
ich später zeigen werde. Wenn sie in der Mehrerau, der Stiftung
(1097) der um 1157 erloschenen Grafen von Altbregenz und der
Ruhestätte ihrer Erben, der Grafen von Montfort, besonders der
Bregenzer Linie, beigesetzt worden wäre, so fänden wir im genannten
Necrologium hievon wohl eine Anzeige wie von den andern dort
ruhenden Montfortern. Dass sie in Wien am Hofe ihrer Neffen gestorben,
möchte ich bezweifeln; indem sich hierüber wohl irgend
eine Überlieferung erhalten hätte. Hier starb ihr Gemahl Graf
Wilhelm, wie das Necrologium der Minoriten in Wien bei Hieronymus
Pez Script, rerum Austriac, tom. II, 499, uns berichtet. Die
Stelle, die wir unsern Lesern vorlegen, lautet: „Anno Domini
MCLLLXY111 deeimo nono die mensis Octobris obiit Nobilis Dominus
\\ i 1 h e 1 m u s Comes de M o n t e f o r t i et D o m i n u s B r e g a ri ti a e,
hic sepultus: a quo habuimus quatuor equos et arma, tres equi venditi
sunt pro quadraginta una libra et viginti tribus denariis, sed quartus
equus venditus est pro novern libris denariorum Domino de Pergau.”
Etwas weiter heisst es: „Anniversarius (sc. dies) generosi Comitis
Domini Wilhelmi de Monteforti celebretur: quia Gonventus
recepit LXX libras denariorum, pro quibus emptum est pratum in
Ascliau: et successor.es sui statuerunt lampadem super sepulchro
suo in Choro coram Sacramento, et debet ardere die ac nocte. Insuper
praedicans debet pronuntiare animas, videlicet ipsius, et omnium progenitorum
suorum in genere. Quod vero si per negligentiam secus
actum aut actum fuerit, tune heredes habent se intromittere de prato.
Superfluam pecuniam dedit reverendus Pater frater Petrus de Lambaco
Lector Wiennae, quia pratum fuit emptum pro CXXXII libris
denariorum.”
Da Graf Wilhelm II. einen gleichnamigen, im J. 1367 schon
vermählten Sohn hinterlässt, und Ursula in einem Alter zwischen
53 bis 60 Jahren ihn mit keinem Kinde mehr erfreuen konnte, so
muss Wilhelm III. aus einer früheren Ehe, vielleicht mit N. Freiinn
von Schwarzenberg, die man ohne Nachweisung seines Vaters zweite
Gemaldinn nennt, entsprossen sein. Diese Filiation erweiset sich genügend
aus folgendem Gabelkhovenschen Urkunden-Excerpte, das ich
dem Herrn Oberstudienrathe Dr. Stälin in Stuttgart verdanke:
„1367 (Dinstag nach Lichtmess, d. i. am 3. Februar) Graf Wilhelm