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Joseph Bergmann.
wodurch jene Bludenz mit dem Thale Montavon, und diese
Sonnenberg mit Blumenegg erhielten. Erstere Herrschaft wurde
vom sohnlosen Grafen Albrecht dem Älteren am S. April 1394 bedingungsweise
an Österreich verkauft. Albrecht gehörte zur Linie
mit der schwarzen Fahne 1 )» die Stadt Bludenz aber führt
nach Sclilee’s Embser Chronik, S. 60, ein aufrechtes, links hinschreitendes
Einhorn. An der Urkunde ddto. Innsbruck am 2. September
1413, kraft welcher derselbe Graf Albrecht die Verschreibung
seiner 1394 bedingungsweise an Österreich verkauften Herrschaft
Bludenz sammt Bürs und dem Thale Montavon erneuert,
hangen drei Wachssiegel. Das erste führt nebst der unleserlichen
Umschrift Alberts Wappenschild mit dem Heiligenbergischen
Schrägbalken, auf dem oben kaum noch erkennbar der Brackenkopf
ruht; das zweite: T. S. (igillum) CIVITATIS IN BLUDENZ; im Felde
das aufrecht stehende, rechtshin gekehrte Einhorn; das dritte hat
die Inschrift: GEMAINS, LANDS. INSIGGL. IN. MONTAFVN; im Felde
zwei kreuzweise gelegte Schlüssel.
Südöstlich vor den Mauern von Bludenz stiftete Friedrich I.,
Graf von Montfort und Bischof zu Chur, am 26. Juli 1286 ein
Frauenkloster zu St. Peter nach der Regel des h. Augustin. Den
dortigen Klosterfrauen wurde auf ihre Bitte vom Bischof Ulrich V.
am 7. November 1348 erlaubt sich zu reforrniren und die Satzungen
des h. Dominicus anzunehmen. Eines der anhangenden Siegel'
ist das des Conventes, darstellend den h. Petrus stehend und
seine Schlüssel in der Rechten emporhaltend, mit der Umschrift:
S. DVENTVS. S. PRI. PPE. BLVDENZ 3 ). Von zwei noch im Kloster
vorhandenen älteren Siegeln nahm ich zwei Abdrücke, wie sie
diese Abbildungen zeigen. Die Buchstaben auf dem ersten bedeuten
: C.onventus S.ancti P.etri O.rdinis P.raedieatorum. Das andere
1 ) S. meine Mitttieilungen in Chmel’s österr. Geschichtsforscher. Wien 1838.
Bd. I, S. 170.
2 ) D. i. Sigillum Conventus Sancti Petri prope Bludenz.