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Freiherr v. Sacke n.
hörnern des Helms bedeuten die Büschchen von Straussenfedern Q.
Bemerkenswerth ist das Wappen mit dem doppelten Löwen mit
Einem gekrönten Kopfe (Fig. 8).
In das Innere des Thurms führen drei spitzbogige Thüren mit
hohen Kleeblattbogen in den Bogenfeldern. Er hat bloss ein IS' hohes
Gewölbe, dessen flache, durch die Kappen nicht durchgreifende
Kippen in eine Spitze zusammenlaufen; über diesem ist der Thurm
ganz hohl, selbst ohne Stangen und Gebälke. Durch eine über diesem
Gewölbe angebrachte (jetzt vermauerte) Tlhire steht der Thurm mit
der Kirche in Verbindung; man gelangte durch sie auf den alten
Orgelchor.
Aus dem Ende des XIV. oder Anfang des XV. Jahrhunderts
dürften auch die Gewölbe des Schilfs herrühreri, sowie die zierlichen
kleinen Spitzbogenblenden, welche sich an den Schlussmauern der
(älteren) Abseiten hinziehen. Einer etwas spätem Periode dagegen
scheint die an die südliche Abseite angebaute Capelle anzugehören,
wie besonders das Profil der Gewölbsrippen (Tafel VIII, 5) zeigt. Eine
viereckte Öffnung, durch eine kantige Säule untertheilt, verbindet
sie mit dem Schiff der Kirche.
Auf dem Friedhofe, wenige Schritte von der Kirche entfernt,
steht die dem heil. Leonhard geweihte Capelle, ähnlich der zu
Petronell, ein Rundbau mit halbkreisförmiger Apsis gegen Osten
(s. den Grundriss Tafel VIII, 14), ganz aus Quadern erbaut, ziemlich
klein aber ungemein zierlich. Am runden Haupträume laufen aussen
vier Halbsäulen bis zum Dachgesimse empor, an das sie gegenwärtig
stumpf anstossen; leider fehlen die Capitäle a ); die attischen Basen
mit knollenartiger Eckverbindung sind in einer Linie mit dem ähnlich
gegliederten Fussgesimse, das sich ganz herumzieht, 2' über dem
Boden angebracht. Der Hauptraum hat nur zwei schmale, im Rundbogen
bedeckte Fenster, gegen innen stark eingezogen. Unter dem
Kranzgesimse der Apsis zieht sich ein schöner, gegliederter Rund-D
Vgl. Wissgrill, Schaupl. II, pag. £71. Es ist bloss das Feld 1 und 4 des
spätem Wappenschilds, also das eigentliche Stamm-Wappen.
a ) Ursprünglich war die Capelle wohl höher als jetzt, denn das Dachgesimse
ist erst bei der Restauration aufgesetzt; ohne Zweifel hatten die Säulen
Capitäle, darüber den Rundbogenfries, wie man dies an der Altarvorlage
sieht.