Die römische Sladt Carnuntum.
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schon ganz a-Bgekommen war, besonders da die Kindertaufe in dieser
Zeit allgemein war. Die Taufe.wurde in einem steinernen oder ehernen
Ständer vollzogen, der seinen Platz am Eingang der Kirche, an
der Ahendseite erhielt. In keiner unserer Rundbauten findet sich eine
Spur eines vorhanden gewesenen Teiches oder Taufständers (fontis
baptismnlisj und die einzige Andeutung der Bestimmung als Baptisterium
wäre das Relief über dem Eingänge der Petroneller Capelle.
Dagegen spricht manches dafür, dass diese räthselhaften Bauwerke
Todte n -Ca pellen waren, zum Gräberdienst bestimmt, sowohl
zur Errichtung des heiligen Grabes in der Charwoche, — einem
nachweisbar uralten Gebrauch, — wobei die Gestalt der römischen
Grabcapellen 4 ) und der Kirche zu Jerusalem typisch beibehalten
wurde, als auch zum gewöhnlichen Todtendienst, als Friedhof-Capellen,
deren Gruft als Beinhaus verwendet wurde 2 ).
Unter der Capelle in Petronell befindet sich gegenwärtig die
Familiengruft der Grafen von Traun-Abensberg, der Besitzer des
Schlosses und der Herrschaft.
B) Deutsch ■ Altenburg.
Dieser Ort, fast an der Stelle des alten Römer-Castells erbaut,
— woher auch wahrscheinlich der Name kommt, — scheint jedenfalls
schon im XI. Jahrhundert bestanden zu haben. Die ältesten Besitzer
sind unbekannt; im J. 1045 kam er an den Markgrafen Siegfried von
Pleien (?), da Kaiser Heinrich III. diesem den ganzen Landstrich von
Fisclramend bis Hainburg zu Lehen gab 3 ). Im XII. Jahrhundert
treffen wir die Ritter von Dörr, eine wahrscheinlich aus Franken
stammende Familie, als die Besitzer Altenburgs; urkundlich ist der
erste Albero de Dörre als Zeuge in einer die Dotirung der Kirche
0 Die Kirche der heii. Constaritia zu Hora, ursprünglich als Krabraal der Constantia.
Schwester Constantins erbaut, hatte ebenfalls eine solche Grundform,
im Innern einen Kreis von 12 Säulen.
a ) Die von Abt Aegil im Jahre 822 geweihte Itundcapelle St. Michael in
Fulda war ebenfalls Begräbnisscapelle. (Boisseree, Denkm. am Nieder-Rhein,
I. Taf. 1.) — Herzog Leopold VII. erbaute nach seiner Rückkehr aus
dem gelobten Lande eine solche Capelle, nach Muster der heil. Grabkirche in
Jerusalem, zu Klosterneuburg.
3 ) Hansiz, Germania sacra I, 246. Der Markgr. Siegfried scheint ein Grat
von Pleien gewesen zu sein.