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Freiherr v. Sacken.
eckte Öffnungen hat, das heisst: es wurde auf derbreiten alten
Mauer eine 6' hohe, dünne Mauer mit Öffnungen gegen das Innere
aufgeführt, der Art, dass hinter ihr noch ein 2' 4" breiter Umgang,
dessen Boden die alte Hauptmauer bildet, blieb. Sie ist aus Ziegeln;
dieser Umstand, die viereckten Öffnungen, sowie das Gesimse unter
und über denselben (Taf. VII, 9, 10), alles deutet daraufhin, dass
der Aufbau dieser Gallerie der neuern Zeit, etwa dem vorigen Jahrhundert
angehöre; zu welchem Zwecke er gemacht wurde, ist nicht
bekannt *); vielleicht wurde die Capelle früher zum täglichen Gottesdienst
benützt, und, um mehr Platz zu erhalten , jene freilich etwas
schmale und unbequeme Gallerie aufgesetzt a ). Um Licht für selbe
zu erhalten, wurden nach aussen hin runde Löcher, gerade unter
dem alten Krönungsgesimse ausgebrochen (s. oben). Bass man vor
nicht sehr langer Zeit einige Bedeutung auf die Capelle legte, und
sie häutig benützte, beweist schon die Erweiterung der Fenster und
die ziemlich sorgfältige Restauration, besonders der Apsis. — Die
Bestimmung jenes Ganges in der Mauer, der übrigens ganz finster ist,
dürfte wahrscheinlich die gewesen sein, um auf das Gewölbe, in den
Raum zwischen diesem und dem hohen Kegeldache zu gelangen.
Das Bestehen der gegenwärtigen Gallerie ist mit diesen beiden unvereinbar,
und sie kann erst nach Einsturz des Gewölbes gemacht
worden sein. Nach der ursprünglichen Anlage ruhte auf der starken
Umfangsmauer unmittelbar das rundbogige Kreuzgewölbe; zwei Gurtträger
desselben sind noch erhalten in den Consolen, die, gegenwärtig
als Postamente für moderne Statuen dienend, zu beiden Seiten
des Eingangs in den Altarraum eingemauert sind, unten spitz zulaufend
mit hohem . reich gegliedertem Decksimse von demselben Profil,
wie der Karnies, der sicli in einer Linie mit ihm herumzog, von
dem noch die Ansätze zu sehen sind (Taf. VII, 11). Der jetzige Platz
dieser Tragsteine, ziemlich tief unten, kann nicht ihr ursprünglicher
sein, indem sonst die Gewölbgurten auch unter dem Gewölbe an der
senkrechten Mauer sehr weit hätten herablaufen müssen, was aber
gar nicht in der Construction liegt, sondern sie waren sicherlich
*) Die Sage lässt liier, wie bei so vielen alten, von der gewöhnlichen Fon»
abweichenden Bauten, Templer wohnen; und die Öffnungen der Gallerie»
sollten Templerlogen sein!
2 ) Etwa während der Restauration und dem theilweisen Neubau der Pfarrkirche.