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Freiherr v. Sacken.
runden Löcher unter dem Krönungsgesimse später ausgebrochen.
Der ziemlich niedrige Eingang befindet sieh an der Westseite, der
Altarvorlage gegenüber; die Anschlagsmauern desselben sind zwei
Male rechtwinklig abgestuft, nach innen zu einziehend; auf jeder
Seite befinden sich vier Halbsäulen mit einfach ausladenden Capitälen
(Taf. VII, Fig. 2); die Deckplatten des einfachen Simses über
ihnen sind bei einigen mit kleinen Rundbogen oder Zahnschnitten
verziert; die Basen von attischer Form mit breiter, nicht sehr tiefer
Kehle haben an den Ecken der Plinthe jene schweren, knollenartigen
Eckblätter, welche eine Verbindung des runden Polsters mit der
viereckten Plinthe vermitteln sollen. Die gegenüber stehenden Säulen
sind durch starke, rundbogige Wulste mit einander Verbunden. Am
Thürpfosten seihst ist auf jeder Seite eine Halbsäule und eine Art
von Pilaster angebracht, erstere mit einem sogenannten Pfeifencapitäl
(zungenförmigen Canneliiren), über demselben eine kleine doppelte
Würfelstellung, letzterer mit einem geflechtartig verzierten
Kämpfer (Taf. VII, 3). Im halbkreisförmigen Bogenfelde über dem
Eingang sieht man die Taufe Christi, in äusserst roher, plumper
Arbeit (Taf, VII, 4), ziemlich beschädigt und dick übertüncht. Die
Figur Christi ist besonders unförmlich, besser die des Johannes,
welche, wie auch der Engel, der das Gewand, oder ein Tuch zum
Abtrocknen hält, entschieden den romanischen Styl unter byzantinischem
Einflüsse zeigt; charakteristisch dafür ist die Stellung der
Fiisse, der etwas lange Hals, der Wurf der in der Mitte gescheitelten
Haare, und die Regelmässigkeit der Falten in dem langen Gewände.
Es erinnert diese Sculptur eiuigermassen an die am Haupteingange
(dem Riesenthor) der St. Stephanskirche in Wien, nur ist sie viel
roher und handwerksmässiger.
An der Aussenseite der Altarnische laufen vom Fusssimse
aus vier Dreiviertelsäulen hinauf mit attischen Basen und eigenthümlichen,
ringförmigen Capitälen, auf denen verzierte Deckplatten
ruhen (Taf. VII, 6). Auch hier zog sich ohne Zweifel unter dem
Dachgesimse, von diesen Säulen zum Theil gestützt, ein Rundbogenfries
hin, der aber nicht mehr vorhanden ist; die Schenkel der Bogen
ruhten wahrscheinlich auf Consolen, wie Säulencapitäle gestaltet,
wulstig und gegliedert (Taf. VII, 7, 8), von denen jetzt noch einige
vorhanden sind; die Rundbogen, die jetzt auf ihnen aufsetzen, so
wie das Krönungsgesimse gehören einer neuern Restauration an, hei