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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 9. Band, (Jahrgang 1852)

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Freiherr  v.  Sacken.

Centurionis  Marti  Alpini  Agrippae  hastati  posuerunt.
Sandstein,  10"  hoch,  10i/a"  breit.  —  Petronell  1846.  —
Jetzt  im  k.  k.  Antiken-Cabinete,  Nr.  216“.
Ameth,  S.  37.  —  Seidl,  in  den  Bl.  f.  Lit.  u.  Kunst,  1847,
Nr.  242.
Die  Centurionen  oder  Ordinum  ductores  standen  den
Tribunen  zunächst.  Die  Legion  war  in  10  Cohorten,  jede  Cohorte
in  drei  Manipel  getheilt;  jede  der  letzteren  bestand  aus  zwei  Centurien*deren
  Befehlshaber  Centurionen  hiessen.  Somit  waren  bei
jeder  Legion  60  Centurionen,  deren  Rang  jedoch  nicht  gleich  war.
Der  erste  Centurio  des  ersten  Zuges  hiess  Primipihis,  Lebe  au,
Mein,  de  l’Acad.  des  lnscr.  XXIX,  393  ff.  u.  166,  —  sowie
der  erste  der  Hastati:  primi  hastati  centurio,  Veget.  2  Mil.  8.
Von  einem  solchen  spricht  wahrscheinlich  obige  Inschrift,  welche
seine  Untergebenen,  Hastati,  machen  Hessen.  Diese,  in  der  frühem ­
  Zeit  mit  Lanzen,  später  mit  Bogen  und  Schwert  bewaffnet,
waren  die  kräftigsten  Jünglinge;  sie  wurden  zuerst  in’s  Treffen  geführt, ­
  und  erst,  wenn  sie  den  Feind  nicht  werfen  konnten,  kam  die
Reihe  an  die  Principes,  Liv.  VIII,  8.  Unter  den  Kaisern  war  die
Ordnung  umgekehrt,  und  die  Hastati  bildeten  das  zweite  Treffen,
Veget.  I,  20;  II,  2,  8,  IS.  Das  Abzeichen  des  Centurio,  von
denen  der,  welcher  die  1.  Ordo  anführte,  Primus  hastatus,  der  die
2.  führte,  secundus  hastatus  etc.  hiess,  war  ein  Stab  aus  einer
Weinrebe  gemacht,  was  sich  bis  in  die  spätere  Zeit  erhielt.
S.  Juv.  XIV,  193.  —  Die  Hastati  kommen  auf  vielen  Inschriften ­
  vor,  Orelli  SS,  798,  34S2,  etc.
Agrippa  ist  ein  ziemlich  gewöhnlicher  Gentilname.
XLVIII.  Grabstein.
(Fragment.)
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