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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 9. Band, (Jahrgang 1852)

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Freiherr  v.  Sacken,

von  auswandernden  Etruskern  so  benannt,  sondern  von  einer  nahe
bei  der  Stadt  Capena  befindlichen  Gegend.
XXXVII.  Grabstein  eines  Soldaten  der  XV.  Legion.
(Fragment.)
L.BARK  .  .  .
0  .  LA.CON  ....
TVS  .  IVATO  ....
XA  .  ZP  .  DED  .  .  .
ANN  .  LX  .  H  .  .  .
DKAR  RIV
Lucius  Harbins  ....  (domo)  Juvavo?  (miles  legionis)
XV.  Apollinaris  .  .  .  annorum  LX.  hic  (situs  est)  .  ..  Decurio
Karnunti  (?).
Auf  der  rechten  Seite  zwei  gewundene  Säulen  mit  gemeinschaft-  '
liebem  Blattcapitäl,  darauf  ein  quer  laufender  Streifen  mit  Verzierungen.
Sandstein,  2'  1"  hoch,  1'9"  breit.  Am  Schüttkasten  in  Petronell
eingemauert.  —  Unedirt.
Luc.  Barbius  bei  Grut.  MCXXXI,  3.  —  Vgl.  Nr.  LV.  Die
Familie  Barbia  kommt  überhaupt  häufig  vor,  besonders  auf  einem
schönen  Grabsteine  im  Schlosse  Ennsegg  in  Oberösterreich.
IVAVO  dürfte  wohl  Juvavo  zu  lesen  sein,  da  cs  besonders  bei
spätem  Inschriften  sehr  häufig  ist,  dass  das  V  zugleich  die  Stelle  des
U  und  des  V  vertritt  (z.  B.  VIVS  für  VIVVS,  AEVM  für  AEVVM  u.  dgl.)
Auch  die  Peutinger’sche  Tafel  hat  IVAVO  —  an  der  Stelle  des  heutigen
Salzburg.  Unsere  Inschrift  liefert  dann  einen  neuen  Beleg,  dass
diese  Stadt  nicht  Juva  via,  sondern  J  uvavum  liiess.  Der  bei  Rein  es,
CI.  III,  Nr.  29  edirte  Stein  mit  IVVAVIA  ist  wohl  derselbe,  wie  der
bei  Grut.  CCLXV,  4  und  H  efner,  röm.  Denkm.  Salzburgs,  Nr.XIV
mit  IWAV  bezeiclmete,  nur  unvollständig  und  ungenau  eopirt.  Für
Juvavum  sprechen  namentlich  der  in  Eudorf  bei  Salzburg  gefundene
Stein,  Hefner,  röm.  Denkm.  Oberbaiern’s  1.  Abth.  S.  194  ff.  mit
IVVAVO,  —  der  mit..  VAVObezeiclmete,K  un  s  tb  1.  zumMorgenbl.  1824,
S.  344  und  Wien.  Jahrbücher  Bd.  LV,  Anz.  Bl.  S.  30,  -—  ferner  die
Peutinger’sehe  Tafel,  endlich  mehrere,  freilich  spätere  Documente
aus  dem  6.  —  9.  Jahrhundert,  Kleimayrn,  Juvavia,  Diplom.  Anh.
In  der  letzten  Zeile  ist  zwar  nicht  mit  Bestimmtheit,  aber  doch
wahrscheinlich  zu  lesen:  Decurio  Karnunti.
            
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