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Freiherr v. Sacken.
Weisser Marmor, 1' 2" hoch, 7%" breit, 4 , / 3 "dick. -— 1844
gefunden; jetzt im k. k. Cabinete, Nr, 237.
Arnetb S. 44. — Seidl in den Blatt, f. Liter, u.Kunst. 1846,
Nr. 18.
Tutela ist die Scliutzgottbeit eines Ortes, Petron. Sat. 57;
Fabretti, p. 79, oder auch eines Gegenstandes; so war z. B. die
Tutela navis das am Schiffsschnabel angebrachte Bildniss einer
Gottheit, unter deren Schutz man schiffte, Sen ec. Ep. 76. Häulig
ist Fortuna die Tutela, Marini, Atti T.II. p. 82S, Grut. LXXIII, 7;
besonders oft erscheint sie in spanischen Inschriften angeführt. Bisweilen
wurde der Schutzgenius selbst Tutela genannt, Grut. CV, 2;
wo aber beide getrennt Vorkommen, ist unter der letztem eine andere
Gottheit zu verstehen. So hatte jeder Monat eine andere Tutela, der
Jänner die Juno, der Februar den Neptun, der März die Minerva, u.s.w.
Agathodorus, wahrscheinlich ein Grieche, auf einem in
Frankreich gefundenen Steine bei Grut. MXCV1II, 7.
Actor, eigentlich ein Anwalt, der eine Sache vor Gericht
vertritt, ein vom Staate bestellter Beamter zur Vermittlung der Processe,
wurde späterhin jeder genannt, der etwas zu verwalten oder
zu beaufsichtigen hatte, im Privatleben meist ein vertrauter Sclave
oder Freigelassener, Tac. II, Ann. 30. So der Actor summarum,
Cassier, Suet. Domit. 11, der Actor villici, der die Verwaltung des
Gutes seines Herrn zu besorgen hatte, Orelli 4688 u. a.
XIII. Altar des Silvanus als Genius loci.
S . . VANO . AVG.
GENIO
LOCI . PRO
SALVTE
C . VETT1I
SITINNIANI
LEG . AVG . PRPI
NYMPHECVS
LIB . EIVS
EDICVLAM
EX .VOTO
REST.
Silvano Augusto, Genio loci pro salute Caji Vettii Sitinniani
legati Augusti pro Praetore (?) Nymphecus. libertos
ejus ediculam ex voto restiluit.