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Freiherr v. Sacken.
5) Krieger (Mars), seitwärts schreitend, in der Rechten den
Helm mit hoher Crista haltend, in der Linken den gesenkten Speer;
vor ihm, anf dem Boden, der Schild. Niccolo. (Fig. 11.)
6) Vi ct oria, auf einem Schilde schreibend, eine Darstellung, die
auf den spätem Kaisermünzen häufig vorkommt. Blutjaspis. (Fig. 12.)
7) Satyr mitBocksfüssen, springend, in der halb ausgestreckten
Rechten einen Kranz (?) haltend. Carneol.
8) Jugendlicher Faun, laufend, in gebückter Stellung, um
die Schultern ein Bocksfell; er ist im Begriffe, den vor ihm her springenden
Panther zurückzuhalten; in der Linken trägt er den Thyrsus.
Lebendig und charakteristisch. Carneol. (Fig 13.)
9) Delphin, daneben eine Eichel; über beiden der Capricornus
(oder Hippocamp ?). Roh gearbeitet, undeutlich. Carneol.
10) Bock, springend vor einem Baume. Blutjaspis.
11) A d 1 e r, aufwärts sehend, zwischen zwei Feldzeichen. Carneol.
12) Affe, einen mit zwei Hähnen bespannten Wagen lenkend.
Gute Arbeit. Carneol.
Diese 8 Steine in der Sammlung des Hrn. A. Widter, sämmtlich
ohne Fassung gefunden, sind meist flüchtig und sehr mittelmässig
gearbeitet, aus später Zeit, etwa dem 4. Jahrhundert n. Chr.
13) Arno r, stehend, die Doppelflöte blasend, vor ihm ein kleiner
Altar, auf dem ein Feuer brennt, bei einer hohen Mauer, auf welcher
ein kleiner Tempel steht, daneben ein Baum mit weit ausgebreiteten
Ästen. (Fig. 14.)
14) Fortuna mit Füllhorn und Steuerruder; im Felde TIP.
(Fig. 15.) Von diesen beiden kenne ich nur die Abbildung.
Münzen werden in ausserordentlicher Menge gefunden, sowohl
von Silber, als von Bronze 1 ); hierin ist wieder der Lagerraum am
ergiebigsten. Alljährlich wird beim blossen Umackern der Felder
eine grosse Anzahl gefunden, die theils verschleppt werden (in Hainburg
sind immer Münzen, die hier ausgegraben wurden zu bekommen),
theils von Hrn. Widter gesammelt wurden, der schon eine recht
schöne Suite von Kaisermünzen zusammengebracht hat a ).
■*) Lambeck kaufte, wie er selbst erzählt, bei seiner Anwesenheit über
200 Stücke.
2 ) Herr A. Miesbach machte im Jahre 1844 dem k. k. Cabinete sieben Bronze-Münzen
zum Geschenke, von Nero, Vespasian, Trajan, Hadrian, Antoninus
Pius, Constant. Cblorus und Julian Apostata.