Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 9. Band, (Jahrgang 1852)

708

Freiherr  v.  Sacken.

5)  Krieger  (Mars),  seitwärts  schreitend,  in  der  Rechten  den
Helm  mit  hoher  Crista  haltend,  in  der  Linken  den  gesenkten  Speer;
vor  ihm,  anf  dem  Boden,  der  Schild.  Niccolo.  (Fig.  11.)
6)  Vi  ct  oria,  auf  einem  Schilde  schreibend,  eine  Darstellung,  die
auf  den  spätem  Kaisermünzen  häufig  vorkommt.  Blutjaspis.  (Fig.  12.)
7)  Satyr  mitBocksfüssen,  springend,  in  der  halb  ausgestreckten
Rechten  einen  Kranz  (?)  haltend.  Carneol.
8)  Jugendlicher  Faun,  laufend,  in  gebückter  Stellung,  um
die  Schultern  ein  Bocksfell;  er  ist  im  Begriffe,  den  vor  ihm  her  springenden ­
  Panther  zurückzuhalten;  in  der  Linken  trägt  er  den  Thyrsus.
Lebendig  und  charakteristisch.  Carneol.  (Fig  13.)
9)  Delphin,  daneben  eine  Eichel;  über  beiden  der  Capricornus
  (oder  Hippocamp  ?).  Roh  gearbeitet,  undeutlich.  Carneol.
10)  Bock,  springend  vor  einem  Baume.  Blutjaspis.
11)  A  d  1  e  r,  aufwärts  sehend,  zwischen  zwei  Feldzeichen.  Carneol.
12)  Affe,  einen  mit  zwei  Hähnen  bespannten  Wagen  lenkend.
Gute  Arbeit.  Carneol.
Diese  8  Steine  in  der  Sammlung  des  Hrn.  A.  Widter,  sämmtlich
ohne  Fassung  gefunden,  sind  meist  flüchtig  und  sehr  mittelmässig
gearbeitet,  aus  später  Zeit,  etwa  dem  4.  Jahrhundert  n.  Chr.
13)  Arno  r,  stehend,  die  Doppelflöte  blasend,  vor  ihm  ein  kleiner
Altar,  auf  dem  ein  Feuer  brennt,  bei  einer  hohen  Mauer,  auf  welcher
ein  kleiner  Tempel  steht,  daneben  ein  Baum  mit  weit  ausgebreiteten
Ästen.  (Fig.  14.)
14)  Fortuna  mit  Füllhorn  und  Steuerruder;  im  Felde  TIP.
(Fig.  15.)  Von  diesen  beiden  kenne  ich  nur  die  Abbildung.
Münzen  werden  in  ausserordentlicher  Menge  gefunden,  sowohl
von  Silber,  als  von  Bronze  1 );  hierin  ist  wieder  der  Lagerraum  am
ergiebigsten.  Alljährlich  wird  beim  blossen  Umackern  der  Felder
eine  grosse  Anzahl  gefunden,  die  theils  verschleppt  werden  (in  Hainburg ­
  sind  immer  Münzen,  die  hier  ausgegraben  wurden  zu  bekommen),
theils  von  Hrn.  Widter  gesammelt  wurden,  der  schon  eine  recht
schöne  Suite  von  Kaisermünzen  zusammengebracht  hat a ).
■*)  Lambeck  kaufte,  wie  er  selbst  erzählt,  bei  seiner  Anwesenheit  über
200  Stücke.
2 )  Herr  A.  Miesbach  machte  im  Jahre  1844  dem  k.  k.  Cabinete  sieben  Bronze-Münzen
  zum  Geschenke,  von  Nero,  Vespasian,  Trajan,  Hadrian,  Antoninus
Pius,  Constant.  Cblorus  und  Julian  Apostata.
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.