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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 9. Band, (Jahrgang 1852)

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Freiherr  v.  Sacken.

Grafschaft  Kent  aufgegraben  ‘).  Sehr  ähnlich,  besonders  in  Bezug
auf  die  Heizung  ist  ferner  das  im  Kaiserpalast  von  Trier,  2 )  das
berühmte  bei  Ofen  a ),  und  die  grossen  im  J.  1784  entdeckten  Badeanlagen ­
  in  Badenweiler  4 ).  Die  Fundamente  von  Gebäuden,  die
hei  St.  Barthelemä  in  Krain  aufgegraben  wurden  5 ),  scheinen  kein
Bad  gewesen  zu  sein.
Mehrere  Ziegel  mit  dem  Stempel  der  XIV.  Legion  scheinen  zu
beweisen,  dass  wir  ein  Militärbad  vor  uns  haben.  Vor  mehreren
Jahren  wurden  in  der  Nähe  des  oben  beschriebenen  Bades  die  weniger ­
  erhaltenen  Überreste  eines  zweiten  aufgefunden,  ebenfalls  mit
Legionsziegeln;  es  dürften  der  hier  entspringenden  heilsamen
Quellen  wegen  mehrere  ähnliche  Badeanstalten  hier  gewesen  sein.
Etwa  200  Schritte  von  der  unsrigen  die  Anhöhe  hinauf,  die  sehr
steinig  und  trocken  ist,  traf  ich  auf  eine  kleine  Mulde  mit  üppigem
Grase  und  zahlreichen  Stauden  von  Sambuccus  ebulus  und  Aristolochia
  clematidis  bewachsen,  was,  da  diese  Gewächse  einen  feuchten ­
  Boden  lieben,  auf  das  Vorhandensein  einer  Quelle  schliessen
lässt,  welche  das  Bad  gespeist  haben  dürfte.
Die.  Anhöhe,  welche  sich  hinter  dem  Marktflecken  Deutsch-Altenburg
  erhebt,  zeigt  nur  wenige  römische  Überreste;  wohl  aber
wurden  auf  der  andern  Seite  derselben,  gegen  Hainburg  hin  in
neuester  Zeit  bei  Gelegenheit  des  Strassenhaues  Ziegel  mit  Legionsstempeln ­
  und  Gefässe  von  Thon  und  Glas,  Münzen  etc.  gefunden;
auch  gegen  Hundsheim  hin,  am  Fusse  der  Berge  wurden  dergleichen
Beste,  sowie  einzelne  steinerne  Särge  ausgegraben,  was  uns  einen
Begriff  von  der  grossen  Ausdehnung  der  Stadt  und  des  regen  Lebens
in  ihr  und  ihrer  Umgebung  geben  kann.
Der  Schlossberg  in  Hainburg,  welcher  durch  seine  Eigenthümlichkeit,
  —  da  er  ein  ganz  isolirter,  mit  den  benachbarten  Bergen
nirgends  zusammenhängender,  steiler  Hügel  ist,  sich  vorzugsweise
zur  Anlage  von  Befestigungswerken  zu  eignen  scheint,  war  von  den
Römern  mit  solchen  versehen;  er  dürfte  den  östlichsten  Endpunct
*)  S.  Collectanea  anliqua  by  Charles  Roach  Smith  Vol.  II.  pag.  6,  ff.
2 )  S  cli  mi  dt  a.  a.  0.  S.  48.
s )  Sch  ön  w  i  es  ner,  De  ruderibus  Laconici  calduriique  Romuni  in  Solo
Budensi.
4 )  Weilib  r  c  nn  er,  Entwürfe  und  Ergänzungen  ant.  Gebäude.  I.  Heft.
5 )  Carniolia,  Jahrgang  1840,  BI.  57,  58.
            
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