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Freiherr Ha m m e r - P u r g s t a 11.
haltest es nicht aus; endlich versprach er ihm in einer mondhellen
Nacht im Thale Baku zu erscheinen, er bedeckte den ganzen Gesichtskreis
und der Prophet fiel in Ohnmacht nieder; als Gabriel wieder
in seiner vorigen Gestalt zum Gottgesandten kam, sagte dieser:
0 Gabriel! ich glaubte nicht, dass Gott dergleichen erschaffen, und
Gabriel sagte: 0 Gottgesandter! was würdest du erst von Israfil
sagen, dessen Haupt an den höchsten Himmel stösst, und dessen
Fiisse unter den Grundfesten der Erde, und der doch vor Gott nutklein
wie ein Sperling.
477) Gott schuf den Israil mit den Füssen in den Abgründen
der Erde und mit dem Haupte im höchsten Himmel, sein Gesicht ist
gegenüber der Tafel des Schicksals (wo die Todesfälle verzeichnet
sind) und er hat so viele Helfer als Menschen sterben, die alle vor
seinen Augen stehen, er nimmt den Geist keines Geschöpfes in
Empfang als wann dessen Nahrung abgelaufen und dessen Termin
gekommen.
478) Mein Herr speiset mich und tränket mich.
479) Die beste Andacht ist die Bewahrung der Scham.
480) Die Abgeschiedenen kümmert nicht ihr eigener Tod,
sondern der jener, die ihnen nachfolgen.
481) Wer sündigt, weiss dass er einen Herrn hat, der ihm
wenn er will verzeiht, und der ihn wenn er will bestraft.
482) Güter sind Schlangen und Ehren sind noch schädlicher.
483) Tödtet immer mehr, denn das Tödten tödtet das Tödten.
484) Wenn Gott seine Vorherbestimmung durchführen will, so
raubt er den Vernünftigen ihre Vernunft.
485) Wenn den Menschen Krankheit befällt oder noch stärkerer
Gram, so wird er doch aufgeheitert.
486) Das Begehren des Erlaubten ist Pflicht auf Pflicht.
487) Begehrt die Nahrung von dem Verborgenen der Erde.
488) Der Gläubige liebt die Süssigkeit.
489) Der Dank steht denen zu, die Wohlthaten empfangen
haben.
490) Hütet euch vor bösem Gesellschafter.
477) S.200. 478) S. 208. 479)S.209. 4S0)S.210. 481)S.2i7. 4S2)S.230.
483) S. 245. 484) S. 251. 485) S. 258. 486) S. 267. 487) S. 268. 488) S. 285.
489) S. 295. 490) S. 298.