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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 9. Band, (Jahrgang 1852)

Uber  den  Ursprung  des  Privilegium  Fridericiauum  majus.

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„haben,  einer  wohlgeordneten  und  einleuchtenden  Darstellung  hat
„schon  auf  den  ersten  Blick  Watten  hach  yor  Chmel  voraus,  der
„letztere  kennt  nicht  einmal  den  Text  der  Urkund  eil  genau  und
„macht  am  Privilegium  majus  Ausstellungen  (?)  wegen  der  sechs
„letzten  Zeugen,  während  sich  diese  in  der  uns  erhaltenen  Copie
„des  Privilegium  minus  gerade  ebenso  finden,  und  erst  im  Trans-„sumpt
  vom  Jahre  124o  und  den  daraus  hervorgegangenen  Abschriften ­
  fehlen.’’
Das  fordert  einige  Erläuterung.
Wattenbach’sAbhandlung:  „Die  österreichischen  Freiheitsbriefe.
  Prüfung  ihrer  Echtheit  und  Forschungen
über  ihre  Entstehung,”  ist  im  achten  Bande  unsers  Archivs
für  Kunde  österreichischer  Geschichtsquellen  erschienen,  ihr  Verfasser ­
  ist  mir  und  anderen  Mitgliedern  unserer  Akademie  befreundet;
Wattenbach  hat  sich  durch  sein  tüchtiges  und  umfassendes
literarisches  Wirken  in  wenig  Jahren  um  die  ältere  österreichische
Geschichte  sehr  verdient  gemacht,  seine  Ausgabe  der  österreichischen ­
  Chroniken  in  Pertz's  Monumenta  Germ’aniae  historica
(SS.  IX.)  muss  ihm  den  lebhaftesten  Dank  aller  österreichischen
Geschichtsforscher  gewinnen.
Seine  Verdienste  und  seine  Kenntnisse  habe  ich  öffentlich  und
privatim  mit  Wärme  hervorgehoben,  ich  bedauere  wahrhaft,  dass
die  letzteren  nicht  zum  Besten  unserer  vaterländischen  Geschichte
in  Anspruch  genommen  wurden,  wie  man  doch  eine  Zeitlang  m}t
Grund  hoffen  durfte.
Die  historische  Commission  hat  insbesondere  Wattenbach  bei
dem  besprochenen  Aufsatze  unterstützt,  ihr  verdankt  er  die  „verlässigen ­
  Texte  aller  einschlägigen  Urkunden.”
Seine  Absicht  war,  eine  tüchtige  Abhandlung  zu  liefern,  wir
freuen  uns,  wenn  ihm  dieselbe  gelang.  —  Aber  die  Prüfung  seiner
Ansicht  steht  Allen  frei.  Was  will  der  Leipziger  Referent  mit  dem
Gegensätze  zwischen  mir  und  Wattenbach?  Wa11enbaclrs
Abhandlung  war  bereits  im  Drucke,  als  ich  meinen  Versuch  einer
Begründung  meiner  Hypothese  niederschrieb,  er  sollte  zu  gleicher
Zeit  mit.  Wattenbachs  Abhandlung  erscheinen,  damit  die  Geschichtsforscher ­
  diese  Frage  gleich  von  mehreren  Seiten  ins  Auge
fassen  könnten.  Ich  wollte  nicht  gegen  Wattenbach  polemisiren,
  die  oben  angeführte  Stelle  seiner  Abhandlung  veranlasste
            
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