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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 9. Band, (Jahrgang 1852)

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Freiherr  Ha  m  mer-Pur  gstall.

Seele  aus  Feuer:  trete  vor!  —  und  sie  gehorchte  nicht—Gott  sprach  :
wer  bin  ich  und  wer  bist  du?  —  sie  sprach:  ich  bin  ich  und  du  bist
du!  Gott  züchtigte  sie  mit  Hunger  und  fragte  sie  wieder:  wer  hin  ich
und  wer  bist  du!  —  besser  belehrt  antwortete  sie:  du  bist  mein  Herr
und  ich  bin  dein  schwacher  Diener!  —  dessenthalb  legte  ihr  Gott
die  Faste  auf.
340)  Der  Donner  ist  ein  über  die  Wolken  gesetzter  Engel  Gottes,
der  in  dieselben  Feuer  schleudert  wann  Gott  es  will.
341)  Der  Prophet  fragte  ein  unmündiges  Kind:  wer  bin  ich?  —
das  Kind  sagte:  Gottes  Gesandter  —  und  der  Prophet  hierauf:  du
hast  die  Wahrheit  gesprochen,  Gott  segne  dich  dafür!
342)  Wer  an  Gott  glaubt  und  an  den  jüngsten  Tag,  fürchtet  sich
nicht  bis  er  vor  Beiden  erscheint.  Auf  dieser  Seite  dieLXXXIII.
Erzählung:  von  demindieLuft  geworfenen  Pantoffel
des  Propheten,  der  als  Adler  nieder  fiel.
343)  Schmähet  nicht  den  Hahn,  denn  er  weckt  euch  zum
Gebete.
344)  Gott  hat  einen  weissen  Hahn,  dessen  Flügel  mit  Rubinen,
Chrysoliten  und  Perlen  geschmückt  sind,  der  eine  Flügel  desselben
reicht  in  den  Osten,  der  andere  in  den  Westen,  der  Kopf  desselben
ist  unter  dem  Throne  Gottes,  seine  Füsse  in  der  Luft,  jeden  Morgen
hören  ihn,  wenn  er  kräht,  die  Bewohner  der  Himmel  und  der  Erde,
die  Menschen  und  die  Dämonen,  sein  Geschrei  beantworten  die
Hahnen  der  Erde  mit  dein  ihrigen,  am  jüngsten  Tage  wird  ihm  Gott
sagen:  ziehe  deine  Flügel  ein  und  krähe  nicht;  da  werden  die  Bewohner ­
  der  Himmel  und  der  Erde  die  Menschen  und  die  Dämonen
wissen,  dass  die  Stunde  des  Gerichtes  nahe.
343)  Das  Almosen  schliesst  siebzig  Thore  des  Bösen.
346)  Wer  auf  die  Zukunft  denkt,  war  schon  in  der  Vergangenheit ­
  freigebig.
347)  Wenn  das  Kind  eines  Dieners  Gottes  stirbt,  sagt  Gott
seinen  Engeln:  o  meine  Engel,  habt  ihr  das  Kind  meines  Dieners  in
Empfang  genommen!  —  sie  sagen  ja—  und  Gott  hierauf:  habt  ihr
die  Frucht  meines  Herzens  in  Empfang  genommen?  —  sie  sagen  ja,
unser  Herr!  —  und  Gott  hinwieder:  was  sagte  mein  Diener?  —  Lob

340)  S.  280.  341)  S.  281.  342)  S.  S82.  343)  S.  288.  344)  S.  289.
345)  S.  290.  346)  EbeD  da.  347)  S.  293.
            
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