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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 9. Band, (Jahrgang 1852)

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Freiherr  Hammer-Purgstall.

270)  Wann  eintritt  das  Loos,  ist  Behutsamkeit  fruchtlos,  und
wenn  kommt  das  Geschick  erblindet  der  Blick.
271)  Wer  mir  bewahrt  was  zwischen  dem  Fleische  seines
Bückens  (lahibihi)  und  was  zwischen  seinen  Füssen,  dem  ist  das
Paradies  verbürgt.
272)  Dem  Propheten  nahete  sich  ein  Mann  mit  weissem  Gesichte
und  fragte  ihn:  0  Gottgesandter!  was  ist  die  Welt?  —  Der  Prophet
sagte:  die  Befleckung  eines  Schlafenden;  —  erfragte:  was  ist  zwischen ­
  dieser  und  der  anderen  Welt?  —  er  sagte:  das  Winken  eines
Auges;  —  er  fragte:  wie  lange  bleibt  der  Mensch  darin?  -—  Der
Prophet  antwortete,  so  lang  als  eine  Karawane  in  ihren  verschiedenen
Stationen;  als  der  Mann  weggegangen,  sagte  der  Prophet:  dieser
war  Gabriel,  der  kam,  euch  Enthaltsamkeit  von  dieser  und  Verlangen
nach  der  anderen  Welt  einzuflössen.
273)  Die  Menschen  schlafen,  und  wenn  sie  sterben  erwachen  sie. 1 )
274)  Die  Mäuler  waren  das  schnellste  aller  Lastthiere,  welche
Holz  zum  Scheiterhaufen  Abrahams  trugen.
273)  Die  Gläubigen  sind  willfährig  und  sanftmüthig  wie  das
Kamee],  das,  wenn  ihm  die  Nase  gebunden  wird,  gehorcht,  und  das,
wenn  es  freigelassen  wird,  ausschnauft.
276)  Der  Scheich  (der  Greis)  ist  in  seiner  Familie  was  der
Prophet  in  seinem  Volke.
277)  Meine  Fürsprache  ist  für  die  grossen  Sünden  meines  Volkes.
278)  Durch  meine  Fürbitte  werden  ins  Paradies  eingehen  fromme
Männer,  die  meisten  aus  den  Beni  Temim.  (Dieses  Wort  mit
den  vorhergehenden  in  Verbindung  gesetzt,  berechtigt
zu  der  Meinung,  dass  die  Beni  Temim  grosse  Sünder
wäre  n.)
270)  S.  130.  271)  S.  143.  272)  S.  145.  273)  S.  146.  274)  'S.  147.
275)  Eben  da.  276)  S.  151.  277)  Eben  da.  278)  Eben  da.
D  Dieser  Gedanke  ist  nach  einem  arabischen  Dichter  im  morgenländischen
Kleeblatt  (Seite  73)  in  das  folgende  Distichon  gefasst:
Menschenleben  ist  Traum,  der  Tod  das  Erwachen  vom  Traume,
Und  der  Mensch  das  Phantom,  das  zwischen  der  Wieg’  und  dem  Grab’  irrt.
Anders  gewendet  in  der  Grabschrift  die  im  VIII.  Bde.  S.  388  von  Gutzkows
Rittern  vom  Geiste  vorkömmt:
Den  Lebenden  ist  Nacht;  den  Todten  bricht
Den  Schlummernden  ein  neuer  Morgen  an.
            
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