Über die Überlieferung des Wortes Mohammeds. 593
129) Die Menschen sprechen nach dem Masse ihrer Vernunft
und nicht nach dem der eurigen.
130) Der Prophet bestätigte die Wahrheit der Verse Lebid’s,
dass Alles ausser Gott eitel.
131) Diese Welt ist den Bewohnern der andern verboten, und
die andere den Bewohnern dieser.
132) Das wahrste Wort der arabischen Poesie ist: Alles
auss er Gott ist eitel.
133) Gott, der das Gute, nimmt Nichts als Gutes an.
134) Wer nach seinem Wissen handelt, dem vererbt Gott was
er nicht weiss.
135) Die Wissenschaft ist besser als Handlung und Andacht.
136) Der Prophet sagte: soll ich dir Kunde geben von der
Auslegung des Wortes: Es ist keine Macht und keine Kraft
als bei Gott! — Der Mensch hat keine Macht der Sünde zu
entfliehen als durch die Reinheit Gottes, und keine Kraft ihm zu
gehorsamen als durch die Hülfe Gottes.
137) Sagt, so oft ihr könnt: Es ist keine Macht und
keine Kraft als bei Gott! denn dieses Wort ist eines von den
Schätzen des Paradieses.
138) Behuthsamkeit ist böser Wahn.
139) An jedem Tage steigen zwei Engel vom Himmel und
sagen: o mein Gott! gib jedem, der Nahrung spendet, einen Nachfolger,
und jedem, der sie zurückbehält, Verderben.
140) Wenig fehlt daran, dass die Armutli zum Unglauben werde.
141) Der Vorgesetzte (faim) schuldet, d. i. der Sachwalter
ist Bürge.
142) Der Betraute bedarf keiner Bürgschaft.
143) Flüchtet euch vor der Habsucht, denn sie führt euch zur
Befriedigung der Natur.
144) Wenn der Gläubige in dem Loche einer Otter wäre, so
würde ihn Gott vor dem Bisse derselben schützen.
145) Wenn der Gläubige in dem Meere auf einem Schilfrohr
schwämme, so würde ihn Gott vor dem Ertrinken retten.
129) s. 325. 130) S. 333. 131) S. 336, 1. Z. 132) II. Bd. S. 5. 133) S. 14.
134) S. 21. 135) Eben da. 136) S. 25. 137) S. 56. 138) S. 27. 139) S. 38.
140) S. 46. 141) S. 48. 142) Eben da. 143) S. 50. 144) S. 51. 145) Eben da.