588
Freiherr Hammer-Purgstall.
77) Bin ich nicht ein dankbarer Diener? Dieses bezieht
sieh auf den Koransvers kalilon min iba di schukuru,
d. i. w e n i g e v o n m e i n e n D i e n e r n s i n d dankbar, welcher
auch in der folgenden Verbindung als Gebet vorkömmt,
kalilon min ib a di schukuru w e kalilon min iba di
dschesuru f’Allahu ufuwwu gaffuru, d. i. wenige von
meinen Dienern sind muthig, Gott ist der Allverzeihende
Allnachsichtige.
78) Ebufer fragte den Propheten: hast du deinen Herrn gesehen,
und er antwortete: er hat mich erleuchtet.
79) Die an den freien Willen Glaubenden sind die Magen
dieses Volkes.
80) Ihr werdet die Andächtigen aus den Zeichen des Niederwerfens
ihrer Stirne erkennen; diese Überlieferung ist der
Gegensatz des LI. V. der 55. S. Die Lasterhaften werden
erkannt aus ihren Zeichen und hei den Stirnenhaaren
und Füssen ins ewige Feuer fortgerissen werden.
81) Der Mann liegt verborgen unter seiner Zunge.
82) Die Ungerechtigkeit ist Finsterniss am Tage des Gerichtes.
Im Arabischen das Wortspiel zwischen fulm die Ungerechtigkeit
und fulmat die Finsterniss.
83) Der Gläubige ist der Spiegel des Gläubigen.
84) Fürchtet die Physiognomik des Gläubigen, denn er sieht
mit dem Lichte Gottes.
85) Wer ernstlich begehret findet (das Verdienst dieses
sehr bekannten Spruches beruhet aber mal auf einem
Wortspiel, der Text lautet: men thalebe w e-d sehe dde
to eds che de-, die Wörter iv e-d sehe dde heissen: und
ernstlich will, und wedschede heisst: findet.)
86) Erst den Gruss dann das Wort, (seiam heisst: der
Gruss, /re?««* h eiss t: das Wor t; dies em Üb erli eferungsworte
ist der gastfreundliche nachgeahmt: ewwel
thaäm bdd el-kcläm erst das E ssen, dann da s Gespräch.)
87) Es gehört zum Bösen des Mannes, dass man auf ihn mit
Fingern zeigt, sei es in der Religion (als fromm und gläubig), sei es
in der Welt (als reich und geehrt).
77) S. 106. 78) Eben da. 80) S. 118. 81) S. 118. 82) S. 121. 83) S. 124.
84) Eben da. 85) S. 130. 86) S. 131. 87) S. 144.