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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 9. Band, (Jahrgang 1852)

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Freiherr  IIammer-Purgstal  1.

die  Titel  der  XX.  und  XXXVI.  S.,  von  denen  es  bisher
unbekannt  war,  dass  dieselben  auch  Namen  des  Prop
  beten).
7)  0  Gott!  wäre  ich  nicht  erschaffen  und  hätte  mich  meine
Mutter  nicht  geboren!
8)  Ich  war,  spricht  Gott  der  Herr,  ein  verborgener  Schatz  und
gab  zu,  dass  ich  erkennet  würde  (ein  Grundpfeiler  der  moslimischen
  Mystik,  der  so  oft  im  Mesnewi  vor  kömmt.)
9)  Es  weinen  die  sieben  Himmel  und  wer  in  ihnen  und  auf  ihnen,
und  es  weinen  die  sieben  Erden  und  wer  in  ihnen  und  auf  ihnen,
über  den  Geehrten,  der  erniedriget  wird  und  über  den  Wohlhabenden, ­
  der  verarmet.
10)  Gott  erschafft  euch,  indem  vierzig  Tage  lang  der  Samen
im  Schoosse  der  Mutter  unverändert  bleibt,  hierauf  in  einen  Fleischklumpen ­
  verwandelt  wird,  der  gekauetein  Fleische  ähnlich,  dann
schickt  Gott  einen  Engel,  der  dem  Klumpen  Fleisches  den  Geist  einbläst. ­
  (Diese  Vorstellung  von  der  Bildung  des  Menschen  im
Mutters  ch  oosse  ist  im  Einklang  mit  der  XCVI.  S.,  welche
den  Titel  des  Fleischklumpens  führt,  welcher  von
Maracciusals  sunguis  coagulatus  und  nach  ihm  von
Kasimirski  als  sang  coagule  übersetzt  worden,  welcher ­
  aber  nach  dem  Commentar  des  Mesnewi  ein  Stück
gekaueten  Fleisches  heisst 1 ).
11)  Hütet  euch  vor  dem  Wahn,  denn  der  Wahn  belügt  die
Gemüther.
12)  Der  Glaube  eines  von  euch  Avird  nicht  vervollständigt,  bis
die  Menschen  ihn  nicht  für  einen  Narren  erklären.
13)  Ihr  kennt  besser  die  Geschäfte  der  Welt.

7)  S.  14.  8)  S.  15.  9)  S.  15.  10)  S.  16.  11)  Bd.  I,  S.  18,  im  Einklang  mit
der  berühmten  Koransstelle:  Mancher  Wahn  ist  Verbrechen.  S.  XLIX.
V.  12.  12)  S.  22.  13)  Eben  da.
*)  Tscheinemisch  et  parasi  der  Anfang  dieser  Sure  ist  durch  die  Verbindung
merkwürdig,  in  welche  die  erste  Bildung  des  Menschen  im  Muttersclioosse  mit
Lesen  und  Schreiben,  mit  der  Feder  und  mit  dem  Unterrichte  gesetzt  wird,
die  ersten  fünf  Verse  lauten:  1)  Lies  im  Namen  deines  Herrn,  der  dich
erschaffen.  2)  Der  den  Menschen  aus  einem  Fleischklumpen  erschaffen.
3)  Lies:  der  Herr  ist  der  Allgelehrte.  4)  Der  durch  die  Feder  lehrte.  5)  Den
Menschen  was  er  nicht  wusste,  lehrte.
            
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