Über die Überlieferung des Wortes Mohammeds.
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Gesagte zu wiederholen, wohl aber zu bemerken, dass dort zum
ersten male ein Erbäin, d. i. eine Sammlung von vierzig Überlieferungen
des Propheten gegeben worden. Diese Sammlungen waren
bis dorthin aus dem Artikel in Herbelot's orientalischer Bibliothek
Arbain et Arbainat nur dem Namen nach bekannt, und nirgends
waren vorher vierzig derselben übersetzt worden.
Die Zahl und der Titel dieser Sammlungen gründet sich nicht
nur auf das Wort Mohammeds, dass wer den Gläubigen vierzig
Überlieferungen lehre, im Paradiese den Platz unter den Gelehrtesten
einnehmen werde; sondern auch auf die allen vorderasiatischen
Völkern (den Arabern, Persern und Türken) gemeine Vorliebe für
die Zahl vierzig. Vierzig, das schönste Alter des Mannes, der mit
vierzig Jahren in der vollen Reife männlicher Kraft, ist nach dei
Meinung der Araber auch das Alter des Prophetenthums, in welchem
sich, wie bei Moses und Mohammed, die himmlische Sendung kund
gibt; die Vorliebe der Perser für die Zahl Vierzig ist aus dem heutigen
Namen der Ruinen von Persopolis, welche tschehel su tun,
d. i. die vierzig Säulen, heissen, so wie die der Türken aus dem
Mäh rohen werke der vierzig Wesire *) bekannt. Endlich gründen
sich die vierzig Tage der Novizenprobe der Derwische, welche
Tschille, d. i. die Quarantaine heisst, auf die vierzig Tage, welche
Moses am Sinai zubrachte und deren im Koran Erwähnung geschieht“).
Solcher Erbain, d. i. Sammlung von vierzig Überlieferungen führt
Hadschi Chalfa’s Wörterbuch nicht weniger als einige und siebzig
auf, und mancher Gelehrte ist sogar der Verfasser von mehreren, so
zum Beispiel der grosse Vielwisser und Vielschreiber Sojuthi dei
Verfasser von vier. In den Denkschriften der Akademie hefindet sich
in der: Über Bogen und Pfeil, den Gebrauch und die
Verfertigung derselben bei den Arabern und Türken,
die Sammlung von vierzig Überlieferungen des Propheten, die sich
auf Bogen und Pfeil bezogen. Fünf Jahre nach der in der encyklopädischen
Übersicht gegebenen Probe von vierzig Überlieferungen
wurden die Schleussen der Prophetenüberlieferung zugleich in
Calcuta und Wien geöffnet; dort übersetzte Capitain Mathews die
1 ) Die vierzig Veziere oder weisen Meister von Dr. Walter Fr. Behrnauer.
Leipzig 1851.
2) II. S. 50. V. Und als wir mit Moses vierzig Tage bedingten, und wieder
II. 142: Die bestimmte Zeit deines Herrn ist vierzig Nächte.